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Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
30.03.2009 - Sven Meyer: Der Goldschmied von Dänemark
Florian Runte - Donnerstag, 16. April 2009
Das gibt es auch nicht alle Tage: Auf der ersten Sportseite der Montagsausgabe der Westfalenpost, wo normalerweise die Spielberichte der Fußball-Bundesliga stehen, strahlten am 30. März die Trikots des TV Attendorn. Also für immerhin eine halbe Millionen Leser. Diese einmalige Publicity verdankt unsere Abteilung unserem Mitglied Sven Meyer, unter dessen Regie die dänischen Nationalmannschaft zwei Goldmedaillen bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Polen holte. Dazu herzlichen Glückwunsch, Sven!Hier der ganze Artikel (von Horst Friedrich Tuneke):Pruszkow. (wp) Sven Meyer vom TV Attendorn war die Sensation der Rad-Weltmeisterschaft im polnischen Pruszkow. Der Sauerländer studiert im vierten Semester Sportwissenschaft an der Universität Frankfurt. Aber als Trainer ist er erfolgreich wie ein alter Hase des Bahnradsports. Und er macht wenig Aufhebens davon. „Sven hat sich bei uns nur per SMS gemeldet , berichtet seine in Plettenberg wohnende Mutter Ulrike. 23 Jahre alt, rote Haare, freches Gesicht und modische Schuhe („Chucks ): Die Rede ist nicht von einem flippigen Teenager, sondern vom Goldschmied des dänischen Bahnradsports. Gestatten, Sven Meyer - der Unbekannte aus dem Sauerland hat den dänischen Bahn-Vierer bei der WM im polnischen Pruszkow zur ersten Goldmedaille in der WM-Geschichte geführt. Auch im 50-km-Madison feierte „Danish Dynamite durch Michael Morkov und Alex Rasmussen einen grandiosen Triumph. „Der dänische Bahnradsport ist ein schlafender Riese. Um die Zukunft ist mir nicht bange. Wir haben noch starke Jungs in der Hinterhand , sagt Meyer, dessen Vertrag mit Ende der Bahn-WM ausläuft. Die Verlängerung dürfte nur Formsache sein. Vor drei Jahren war Meyer zum Nationaltrainer Heiko Salzwedel gekommen und hatte nach einem Praktikum gefragt. Der Jungspund mit dem Berufsziel Trainer durfte bleiben, und als der Chef nach Olympia dem Lockruf aus Großbritannien folgte, stand er in der Verantwortung. So durfte Meyer, der als Radfahrer für den TV Attendorn keine Bäume ausgerissen hatte, das vollenden, was Salzwedel verwehrt geblieben war. Michael Faerk Christensen, Casper Jörgensen, Jens-Erik Madsen und Alex Rasmussen gewannen in 3:58,863 Minuten Gold. Der deutsche Vierer kam gute neun Sekunden - eine halbe Ewigkeit auf der Bahn - später ins Ziel. So kann Meyer auch nur müde lächeln, wenn er sieht, was beim BDR mit den finanziellen Mitteln zustande kommt. Sein Erfolgsrezept ist dabei ganz simpel. „Der Star ist die Mannschaft. Wir sind alle Freunde. Unsere große Stärke ist der Zusammenhalt , sagt Meyer. Im freiwilligen sozialen Jahr hatte Sven Meyer in Attendorn Radsport an Schulen vermittelt. Nun hat der 23-Jährige Weltmeister herausgebracht - eine unglaubliche Karriere. Als Radsportler im Kreis seiner Freunde vom TV Attendorn feierte Sven Meyer keine tollen Erfolge. Dafür trumpfte er als Trainer bei der Weltmeisterschaft groß auf.
Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
31.05.2009 - Jessika Vierte der Kleinen Friedensfahrt
Florian Runte - Sonntag, 31. Mai 2009
Attendorn. Radsportlerin Jessika Eckhardt (im Bild vorne rechts) vom TV Attendorn macht weiter mit starken Resultaten von sich reden und mischt kräftig in der nationalen Spitze mit. So auch beim Leo-Wirth-Straßenrennen in Merdingen (Breisgau), wo die Oberelsperin am Montag den vierten Platz belegte. An einem der vielen Anstiege durch die Weinberge setzte sich Eckhardt früh mit drei anderen Fahrerinnen entscheidend ab, musste aber drei Kilometer vor dem Ziel ihre Fluchtgefährtinnen ziehen lassen und erntete nach 48 Kilometern nur die Holzmedaille. Trotzdem bin ich ganz zufrieden , sagte Jessika.Mit Rang vier in der Gesamtwertung der Kleinen Friedensfahrt in Thüringen verfehlte sie das Podest am Wochenende zuvor ebenfalls denkbar knapp. Hier trug sie das Trikot der Nationalauswahl auf ihren Schultern, dem sie mit ihrem starken Auftritt auch gerecht wurde. Bei der bedeutendsten deutschen Rundfahrt für unter 17-jährige, bei der alles was Rang und Namen hat vertreten ist, fehlten nach vier Etappen nur acht Sekunden zu Rang drei. Die Grundlage für den tollen Erfolg legte sie mit Platz vier im Bergzeitfahren, dass sie mit knapp einer Minute Rückstand auf die später ausgeschiedene Siegerin Lisa Fischer beendete. Schon nach dieser ersten Etappe zeichnete sich ab, dass die vierköpfige Mannschaft des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die Runfahrt dominieren würde, was sich bestätigte. Eckhardt: Die zweite Etappe war ein Straßenrennen in Waltershausen, bei dem wir uns mit guter Zusammenarbeit die Führungstrikots weiter sichern konnten. Auf der abschließenden Königsetappe erreichte die 15-jährige mit der siebenköpfigen Spitzengruppe das Ziel, konnte aber keinen Boden mehr gut machen. Leider bin ich beim Sprint auf der Zielgeraden in einen Sturz verwickelt worden, bin aber nach Fußmarsch durchs Ziel noch zeitgleich gewertet worden , berichtete Jessika, die mit dem BDR die Mannschaftswertung gewann.Die Form scheint also zu stimmen vor dem Saisonhöhepunkt, der Deutschen Meisterschaft, die in zwei Wochen statt findet. Dennoch sollte man nicht zu viel erwarten, denn wie vor Jahresfrist in Unna wird ihr das wenig anspruchsvolle Streckenprofil im mecklenburgischen Parchim nicht die Gelegenheit geben, ihre Stärken am Berg auszuspielen.
Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
30.08.2009 - Triathlet mischt C-Klasse auf
Florian Runte - Dienstag, 01. September 2009
Attendorn. Das hat es lange nicht gegeben. Mit Stefan Zelle, der beim „Sandsteinmeilenrennen“ in Havixbeck (Münsterland) dritter wurde, stand am Sonntag erstmals seit vier Jahren wieder ein Radsportler des TV Attendorn in der C-Elite auf dem Siegertreppchen. (Siehe Foto, mit Dank an Jürgen Schädrich) Erwähnenswert ist dies besonders, weil es für den sonst in der Triathlon-Bundesliga für Witten startenden Zelle erst das Dritte Radrennen überhaupt war. In der zweiten Hälfte des 60 Kilometer langen und auf einem schwierigen, winkligen Rundkurs ausgetragenen Rennens machte sich der Kölner Sportstudent mit einem beherzten Angriff auf die Verfolgung einer zweiköpfigen Spitzengruppe. Diese konnte er zwar nicht mehr einholen, blieb aber mit am Ende fünf Begleitern vor dem Hauptfeld und gewann den Spurt der Verfolger. Ungewöhnlich war die Prämie: Als Pokal erhielten die drei Erstplatzierten einen Sandstein, ähnlich dem begehrten Pflasterstein beim Klassiker „Paris-Roubaix“.Ebenfalls auf dem Treppchen war Tanja Hennes, die im Besteigen des Podiums mehr Übung hat als Stefan Zelle. Mit Platz drei in Rennen der Damen in Herbram stand die frühere deutsche Vizemeisterin dort zum 16. Mal in diesem Jahr. Gleichzeitig auf Strecke, aber getrennt gewertet war die weibliche Jugend, wo Jessika Eckhardt das Podium als Vierte nur denkbar knapp verfehlte. In der Schülerklasse U15 verbesserte sich Schülerfahrer Patrick Kämpf gegenüber der Vorwoche und belegte den zwölften Platz.Auch in der „Zwergenklasse“ U11 bleiben die Attendorner weiter erfolgsverwöhnt. Bei der „Paderborner Radtrilogie“ feierten Julian Rottmann und Luca Bröcher in Paderborn und Herbram jeweils Doppelsiege. Hier der Bericht von Dietmar Rottmann: Samstags in Paderborn galt es bei wechselhaftem Wetter sieben Runden auf dem 1,2 Kilometer langem Flitzerkurs am Sportzentrum Maskerplatz zu absolvieren. Nach gutem Start ging das neunköpfige Feld in die erste Runde, angeführt von Julian.Dieser kam gemeinsam mit Jorgen Flöter (HRC Hannover) an der Spitze zurück, dicht gefolgt von Luca Bröcher und den restlichen Startern. In der 2. Runde forcierte Julian das Tempo und setzte sich mit Jorgen Flöter ab, der das hohe Tempo (Schnitt 35,8) nicht halten konnte und anschließend vor Luca Bröcher die Verfolgergruppe anführte. Das restliche Feld folgte versprengt.Julian fuhr ungefährdet mit über 30 Sekunden Vorsprung seinen 18. Saisonerfolg nach Hause. Im Schlußspurt auf den letzten 200 Metern gelang es Luca noch Jorgen Flöter zu übersprinten. Glücklich ging es mit Blumen und Pokalen nach Hause.Schwieriger wurde es tags drauf in Lichetenau-Herbram. Auf dem wegen der Kommunalwahl gegenüber dem Vorjahr veränderten Kurs war eine 9,1 Kilometer lange Runde zu absolvieren. Neben der Windanfälligkeit wies der Kurs einige Höhenmeter mit einer Steigung von 14 Prozent auf, so dass nur die bergfesten U11 Fahrer einen Start wagten.Nachdem Luca bei der Streckenbesichtigung stürzte und eine leichte Schürfung davontrug, begeisterte er mit Wut im Bauch mit einem Top-Start den Berg hinauf und folgte seinem Teamkollegen Julian vor den restlichen Fahrern. Super Luca!17 Minuten später tauchte Julian in Alleinfahrt als erster wieder in Herbram auf, fuhr den 19. Sieg mit einem 30er Schnitt nach Hause und durfte direkt ein Siegerinterview geben. Mit 2 Minuten Rückstand kam Luca Bröcher als Zweiter ebenfalls in Alleinfahrt mit 38 Sekunden Vorsprung vor dem Drittplatzierten Brune Schmitz (Radsportverein Rhede 2005) ins Ziel.Nun fiebern unsere beiden U11-Fahrer dem letzten Lauf der Dortmunder Sommermeisterschaft am Dienstag entgegen. Luca Bröcher brennt bereits darauf, den Gesamtsieg und seinen dritten Saisonerfolg ins Trockene zu bringen!Anspannung vor dem Start, denn...... kräftig in die Pedale getreten hieß es für den Nachwuchs des TV Attendorn auch bei der Paderborner Radtrilogie...... wo Julian Rottmann erneut das Maß aller Dinge in der U11 darstellte und zwei weitere Siege einfuhr... ... welche Luca Bröcher mit jeweils Platz zwei veredelte. DIe Bilanz des Wochenendes lautete also:Doppelter Doppelsieg!!
Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
17.05.2009 - Bilder aus Kreuztal-Buschhütten
Florian Runte - Montag, 18. Mai 2009
Einige Zuschauer beim Rennen des RSV Osthelden dürften sich die Augen gerieben haben angesichts der wahren Invasion der magentafarbenen TVA-Trikots beim Anfängerrennen. Hier einige der Bilder aus Buschhütten.
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03.10.2009 - Feuerwerk zum Saisonabschluss
Florian Runte - Montag, 02. November 2009
Attendorn. Die Beine liegen hoch, die Trikots im Spind und die Räder hängen gründlich geputzt im Keller – der Straßenradsport hält bis zum Trainingsauftakt im November Winterschlaf. So auch bei den Fahrern des TV Attendorn, die es aber zum Saison-Kehraus noch einmal haben krachen lassen. Einen weiteren Sieg, den neunten in diesem Kalenderjahr, fügte Tanja Hennes beim Frauenrennen in Wuppertal-Langerfeld ihrer endlosen Liste von Erfolgen hinzu. Im 45 Kilometer langen und von Beginn an schnell gefahrenen Rundstreckenrennen schlug die 38-Jährige den Bundesligateams und Nationalfahrerinnen ein Schnippchen und setzte sich Endspurt durch. Ebenfalls klasse: In der Frauen-Rangliste des Bund Deutscher Radfahrer schaffte es die Attendorner im ersten Jahr nach ihrem Rücktritt als Profifahrerin noch auf den elften Platz.Stefan Zelle, derzeit bester C-Elite-Fahrer des TV Attendorn, erzielte kurz vor Saisonende noch zwei Platzierungen und dürfte somit in der kommenden Saison ein Anwärter auf den Aufstieg in die B-Elite sein. Bei der „Europäischen Radsportwoche“ in der Lüneburger Heide, einem Rennwochenende mit vier Etappen, kam der Sportstudent beim Auftakt als Vierter und bei der 80 Kilometer langen Schlussetappe als Neunter ins Ziel. In der Gesamtwertung bedeuteten diese Ergebnisse Platz neun. Am Tag der Deutschen Einheit schloss Zelle die Saison mit Rang vier beim Rennen „Rund in Bonn“ erfolgreich ab.Zwei schöne Erfolge am Ende einer von Krankheiten und Verletzungen verhagelten Saison hatte Jugendfahrer Christopher Wehmeier, der bei den beiden Bergzeitfahren zur Siegquelle und zur Homert jeweils schnellster Nachwuchsfahrer war.

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