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Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
25.10.2009 - Jörg Pieper holt "Trophy" und NHC-Serie
Florian Runte - Montag, 02. November 2009
Lichtringhausen. Für Handbiker Jörg Pieper vom TV Attendorn war es wahrlich kein goldener Oktober. Bei zwei Rennen in Belgien bremste ihn eine böse Erkältung und der abschließende Marathon in Frankfurt war wegen eines technischen Defekts schon früh beendet. Die Stimmung des querschnittgelähmten Lichtringhausers konnte das aber nicht trüben, denn trotz des unglücklichen letzten Monats liest sich die Saisonbilanz fabelhaft. Auch in diesem Jahr ging es dank 14.000 Trainingskilometern steil bergauf. Die Gesamtsiege der beiden bedeutendsten nationalen Rennserien, der „Handbike-Citymarathon-Trophy“ und des „National Handbike Circuit“ gehen erstmals auf sein Konto. Hinzu kommen beachtliche internationale Erfolge. Beim „European Handbike Circuit“ stand Platz fünf in der Jahresendabrechnung zu Buche und in der Weltbestenliste auf der Marathondistanz steht der 43-Jährige mit 1:02,50 Stunden an dritter Stelle in seiner Division – zeitgleich mit den beiden Ersten. Pieper freut sich: „Wenn ich noch ein paar Jahre habe wie dieses und gesund bleibe, dann bin ich froh. Es läuft so, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Grundlage für die tollen Erfolge war die Konstanz, mit der Pieper unterwegs war. Schon Anfang März glänzte er in Dubai, noch im September siegte er in Langenfeld und bei sämtlichen Rennen konnte er sich zeitlich gegenüber den Vorjahren verbessern. „Ich hatte ein strammes Programm, das hatten in Deutschland nur zwei andere so. Am Ende hat sich das zwar doch bemerkbar gemacht. Aber die Beständigkeit war da, das war gut“, so Pieper, dessen Fernziel die Paralympics in London 2012 sind. Diesem ehrgeizigen Unterfangen ist der Radsportler, der im Trikot des Otto-Bock-Teams startet, in diesem Jahr ein ganzes Stück näher gekommen. Um in London und bei Weltmeisterschaften dabei zu sein, muss er den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen und zu den drei besten Deutschen gehören. „Ich sehe mich momentan an Vierter Stelle hinter Stephane Bäumann, Tobias Knecht und Max Weber. Wichtig ist, dass mein Name in diesem Jahr in den Ranglisten oft vorne aufgetaucht ist. Vielleicht bekomme ich ja mal eine Einladung für den Nationalkader“, hofft Pieper, der sich im kommenden Jahr noch mehr auf die internationalen Rennen konzentrieren möchte, um in der Rangliste des Weltverbandes Union Cycliste Internationale (UCI) weiter aufzusteigen. Pieper: „Wenn ich an diesem Jahr anknüpfen kann und mich stabilisiere, könnte es klappen.“Jörg Pieper (rechts) bei der Siegerehrung der Gesamtwertung zur Citymarathon-Trophy nach dem letzten Rennen in Frankfurt. Nachdem Jörg auf holpriger Piste mit einem Plattfuß aufgeben musste, hätte ihm fast noch der Belgier Jurgen De Neve den Gesamtsieg in der Division B streitig gemacht. Weil dieser aber nicht über Platz fünf hinaus kam und nur auf 1474 Punkte nach sechs Rennen gleichziehen konnte, blieb Jörg Sieger. Das Reglement begünstigt bei Punkgleichheit den vor dem letzten Rennen Führenden.
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05.07.2009 - Silber und Bronze bei der "Deutschen"
Florian Runte - Sonntag, 05. Juli 2009
Elzach. Jubel beim TV Attendorn: Mit Silber im Straßenrennen und Bronze im Zeitfahren machte das Tandem mit Matthias Rettler und dem sehbehinderten Meinolf Kniep bei der Deutschen Meisterschaft der Behinderten im badischen Elzach einen richtig dicken Fischzug.Das 9,5 Kilometer lange Bergzeitfahren an einem Anstieg „vom Kaliber Rhein-Weser-Turm“, so Rettler, absolvierten beide mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 Stundenkilometern. Und das, obwohl es berghoch mit dem Tandem deutlich schwerer als auf einem „normalen“ Rad ist. Knieps Trainingspartner Addi Schmidlin beziffert den Geschwindigkeitsverlust auf etwa zwei Kilometer pro Stunde.Im von Beginn an sehr schnellen Straßenrennen auf einem verwinkelten Rundkurs ging es sage und schreibe 315-mal um die Ecke. Dies ist deshalb bemerkenswert, weil das Tandem in der Kurve vergleichsweise schwer zu halten ist und Steuermann Matthias Rettler somit besonders gefordert war. Selbst der Sieg schien lange Zeit greifbar, doch kurz vor Schluss des 65 Kilometer langen Rennens nutzte das gleichauf liegende Tandem die Gelegenheit zur Flucht, als die Attendorner bei einer Überrundung einige Meter verloren. „Schade, ich hatte noch einige Körner für den Sprint“, so Meinolf Kniep. Doch auch ohne Gold war die Freude über den Medaillensegen groß, weil er unerwartet kam. „Da ist nix zu holen“, hatte Rettler noch wenige Tage vor dem Start aufgrund der starken Konkurrenz prognostiziert.Registriert wurde das schnelle Tandem aus dem Sauerland auch vom Bundestrainer, der dem Duo des TV Attendorn prompt die Teilnahme an der Belgien-Rundfahrt und am Europacup anbot.Beeindruckt zeigte sich Matthias Rettler von den Leistungen der behinderten Sportler und der Atmosphäre, von denen diese begleitet wurden. Neben Sehbehinderten waren unter anderem Sportler mit Arm- oder Beinprothesen und selbst Muskelschwund am Start. Vorn sitzt wohlgemerkt jeweils ein Fahrer ohne Behinderung. „Das Niveau ist richtig hoch“, sagt der 29-jährige Oberelsper, der regelmäßig an „normalen“ Mountainbike- und Straßenrennen teilnimmt. „An der Strecke war richtig Euphorie, mit vielen Zuschauern, Dorffest und allem drum und dran. Das ist schon was anderes als bei den Rennen hier.“Für Kniep, mit 45 Jahren ältester Starter in Elzach, waren es bereits die Medaillen Nummer zwei und drei bei der Deutschen Meisterschaft. Vor zwei Jahren hatte er mit Matthias’ Bruder Henning schon einmal Bronze gewonnnen, wurde aber ein halbes Jahr später durch einen Schlüsselbein- und vierfachen Rippenbruch als Folge eines Sturzes zurückgeworfen. Trotz aller Bedenken rappelte der Sehbehinderte sich wieder auf: „Ein bisschen Angst ist schon dabei. Wenn wir plötzlich durch ein Schlagloch fahren müssen oder einen Haken drum rum machen, kriege ich erstmal einen Schreck, gerade bei den Geschwindigkeiten. Matthias ist natürlich ein Fahrer, dem man vorne absolut vertrauen kann. Aber es gibt ja Situationen, in denen man nichts machen kann.“Ein wichtiges Anliegen des Grevenbrückers ist, sich für den tollen Erfolg bei seinen restlichen Sportfreunden zu bedanken. „Ohne die ganzen anderen hätten wir niemals dieses Resultat gehabt“, verweist er auf seine vielen Trainingspartner, mit denen er sich in Topform gebracht hat. Insgesamt sind es sechs auf dem Tandem und zwei beim Laufen, mit denen er wechselweise fast jeden Tag unterwegs ist. Kniep: „Zunächst war es sicher eine soziale Sache. Aber die anderen haben auch ihren Spaß daran, sonst würden sie es nicht jahrelang machen. Da sind echte Freundschaften raus gewachsen.“
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09.08.2009 - Bei Simone Berei war nur der Lampen-Akku leer
Florian Runte - Donnerstag, 13. August 2009
Attendorn/Duisburg. Mit dem Mountainbike durch den Eiskanal, Straßenrennen trotz Sattelbruch (http://www.radsport-tva.de/Berichte-und-Photos-Jahr-2005/11.05.2005-Die-ohne-Sattel-startet.html) und jährliche Alpenüberquerungen (http://www.radsport-tva.de/Berichte-und-Photos-Jahr-2004/04.09.2004-Alpenpasse-fur-Simone-Berei-ein-Vergnuegen.html) - von Simone Berei, Rad- und Leistungssportlerin im Trikot des TV Attendorn ist man so einiges gewohnt. Mit einer Gesamtleistung von 331 Kilometern auf dem Mountainbike beim 24-Stunden-Rennen im Landschaftspark Duisburg ergänzte die 31-Jährige diese Reihe von Extremleistungen um einen weiteren Punkt. In der Frauenwertung belegte sie damit den dritten Platz, doch was zählt, ist die Herausforderung.Schon die Vorbereitung für so einen „Tagesausflug” ist spannend. Hast du Regen? Hast du Sonnenschein? Wie kalt wird es Nachts? Dann die Verpflegung: Riegel, Bananen, Äpfel, Laugenstangen, Schokolade, Gels, und für die Nacht viel Cola und Kaffee. Dazu ein Ersatzrad und viel Beleuchtung. „Ich hatte Sachen wie für eine ganze Woche Urlaub mit”, staunte Berei über die Menge des nötigen Equipments. 6,9 Kilometer lang und 70 Höhenmeter schwer war der Rundkurs in Duisburg, der viel Schotter und wenig Teer zum Ausruhen bot. Berühmt ist die Runde für ihr Flair. Sie führt durch eine zum Park umfunktionierte Industriekulisse, über alte Bahntrassen, entlang Blumenbeeten in stillgelegten Kläranlagen, über alte Stahlroste in zehn Metern Höhe und über alte Halden. 30 Runden und zwölf Stunden fast ohne Stop schaffte Simone Berei bis zum Einbruch der Dunkelheit, wo es Zeit war für die erste von drei größeren Essens- und Ruhepausen. Danach ging es mit Licht und viel Cola durch die Nacht. Den Boden hat man vor lauter Staub kaum gesehen, aber wir kannten ja schon jeden Stein und jede Wurzel”, berichtete die Physiotherapeutin. Gegen Morgen war der Akku leer. Der Lampen-Akku wohlgemerkt, nicht der ihre. Dies sorgte für eine Zwangspause von 4 bis 6 Uhr. Simone Berei: „Da habe ich etwas geschlafen. Ein Kaffee hat danach geholfen - eigentlich hatte ich schon gar keine Lust mehr.” Dennoch ging es weiter: „Zum Ende hin bin ich fast nur noch im Stehen gefahren, konnte nicht mehr sitzen und wusste nicht, welche Glieder ich am meisten spürte. Aber die Super-Stimmung und tausende Zuschauer ließen alles vergessen.”Bis zum Sonntag legt die Attendornerin noch die Beine hoch, denn das nächste Projekt steht vor der Tür. Mit Freunden will sie von Innsbruck zum Gardasee pedalieren - mit 17.000 Höhenmetern auf 500 Kilometern. Dafür nimmt sie sich aber zehn Tage Zeit, und wird dabei sicher auch an Duisburg zurückdenken. Simone Berei: „Interessant ist es schon, was man so schafft, vor allem über Nacht. Aber ich glaube, sowas mache ich nicht noch mal.”Die nächtlich illuminierte Industriekulisse des Landschaftspark Duisburg.
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09.08.2009 - Drei Siege an einem Wochenende
Florian Runte - Donnerstag, 13. August 2009
Attendorn. Drei Siege und einen Haufen guter Platzierungen fuhren am vergangenen Wochenende die Radsportler des TV Attendorn ein. Schon am Freitagabend läutete U11-Fahrer Julian Rottmann das Erfolgswochenende der Hansestädter ein und gewann das 22. Abendkriterium im pfälzischen Bellheim, wo er mit seiner Familie im Urlaub ist. Am Sonntag legte der Zehnjährige mit seinem 16. Saisonerfolg nach und gewann auch den begehrten „Großen Silber-Pils-Preis“ im Straßenrennen seiner Klasse über 20 Kilometer. Den dritten Sieg des Wochenendes verbuchte Tanja Hennes (Bild oben), die in Rhede am Samstag das Rundstreckenrennen der Damen über 40 Kilometer gewann. Zwei weitere Treppchenplätze fuhr U11-Schüler Luca Bröcher ein, der am Samstag in Rhede Zweiter wurde. Platz drei brachte am Sonntag die Fahrt in die Gebrüder-Grimm-Stadt Hanau (Hessen) ein.Die weiteren Ergebnisse: Dominik Ivo (oben rechts), als A-Amateur ranghöchster Attendorner Fahrer, belegte Platz acht beim KT/A/B/C-Rennen in Spich, wo Patrick Kämpf in der U15 Rang 15 erzielte. C-Fahrer Stefan Zelle (oben links) fuhr in Spich als Zwölfter erstmals unter die Top 15. Zelle, der als Freund von Miriam Gander Kontakt zum Verein knüpfte, startet normalerweise für den PV Triathlon Witten in der Triathlon-Bundesliga.Die kleinste der Abteilung, Maite Bröcher (Bild unten), ging am Samstag erstmals bei einem Anfängerrennen in Rhede an den Start und räumte als bestes Mädchen gleich eine Medaille und einen neuen Helm ab.
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13.09.2009 - Begeisterung beim P-Weg
Florian Runte - Montag, 14. September 2009
<!-- @page P -->Plettenberg. Am vergangenen Wochenende stand Plettenberg wieder ganz im Zeichen des Sports. Über 1000 Mountainbiker, darunter auch zahlreiche des TV Attendorn, sowie Läufer und Walker trafen sich beim P-Weg, einem der beliebtesten Jedermann-Rennen der Region, zum Kräftemessen. Auf der Marathon-Strecke über 43 Kilometer und 1200 Höhenmeter sorgten vor allem die Attendorner Damen für Furore: Tanja Hennes (2:07 Stunden, Bild oben), Katherina Gunkel (Bild rechts) und Simone Berei kamen kurz hintereinander auf den Plätzen zwei, drei und vier ins Ziel. Tanja Hennes, früher Straßenprofi, hatte bei ihrem ersten Mountainbike-Einsatz sogar Pech, erlitt einen leichten Defekt und musste deswegen fünf Kilometer vor dem Ziel die Führung abgeben. „Ich hatte ein quetschendes und schleifendes Vorderrad, sonst hätte ich wohl gewonnen.“ Gekrönt wurde der Erfolgskurs der Attendorner von Dominik Hennes, der das Treppchen als SIeger der Junioren (2:01 Stunden) bestieg.Mit am Start war auch das Tandem des TV Attendorn in der Besetzung Frank Arens/Meinolf Kniep, dass die begeisterten Zuschauer in Staunen versetzte und einen Sonderpreis abräumte. In 1:58 Stunden bewältigten sie die schwere Strecke und belegten Platz 32 insgesamt sowie Platz 12 bei den Senioren I. Die Verfolgung des Duos nahmen Jörg Buschmann (2:06 Std., Platz 29 seiner Altersklasse), Dietmar Rottmann (2:17, Platz 43 AK), Ralf Weber (2:19 Std., Platz 52 AK), Jürgen Koopmann (2:26 Std., Platz 78 AK), Carsten Heimes (2:33 Std., Platz 109 AK) und Frank Hormes (3:07 Std., Platz 191 AK) auf. „Die super Organisation lässt es an nichts fehlen und die vielen Zuschauer im Start- und Ziel-Bereich, aber auch mitten im Wald geben ein Gänsehaut-Feeling“, so Frank Hennes, der sich schon am frühen Morgen mit Axel Hellner, Andreas Claren und Matthäus Waller auf die „lange Runde“ über 88 Kilometer (2616 Höhenmeter) begeben hatte, die Körper und Material einiges abverlangte. Nach 4:36 Std. (Platz 18 AK) hatte Frank Hennes das Ziel erreicht. Axel Hellner folgte ihm nach einem Plattfuß nach 4:42 Std. (Platz 20 AK). Andreas Claren und Matthäus Waller hatten es nach 5:10 Std. (Platz 45 AK) bzw. 5:29 (Platz 51 AK) geschafft. Trotz der Anstrengung versprachen die Attendorner nach Ihrer Zielankunft auch beim nächsten P-Weg wieder dabei zu sein. Die rasanten Abfahrten und steilen Anstiege, jeweils gespickt mit Trialpassagen, lassen ein Mountainbiker-Herz einfach höher schlagen.Eine gute Vorbereitung für den P-Weg absolvierten die Hansestädter eine Woche zuvor in Hagen auf einem technisch ähnlich anspruchsvollen Rundkurs, der es bei einer Länge von 6,5 Kilometern und 250 Höhenmetern in sich hatte. Hinzu kam die Witterung. Der aufgeweichte Boden und die Regenschauer, die während des Rennens fielen, machten den mit bockigen Trails gespickten Kurs nahezu unfahrbar. „Oldie“ Georg Drixelius musste als erster auf die Strecke und fuhr nach 6 Runden und 2:23 Stunden als dritter Senior über die Ziellinie. Katherina Gunkel und Frank Arens (Bild links) rundeten das Ergebnis ab und erreichten jeweils in ihrer Altersklasse Platz zwei (8 Runden, 3:24 Std.) bzw. Platz acht (9 Runden, 3:19 Std.).

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