16.09.2009 - E-Mail-Verteiler

Bei wichtigen Informationen rund um die Radsportabteilung, dazu gehören u.a. Einladungen zu Treffen, Versammlungen und gemeinsamen Aktionen, verschicken wir seit einiger Zeit nur noch E-Mails. Um alle Mitglieder zu erreichen, benötigen wir natürlich auch alle Mail-Adressen. Wer also noch nicht im Verteiler steht und z.B. die kürzlich verschickten Einladungen zur Jahresabschlussfahrt und dem Radsport-Stammtisch nicht erhalten hat, möge sich bitte mit einer Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können   und Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können   wenden. Wir fügen euch dann hinzu und ihr seid immer bestens informiert. Umgekehrt können wir euch natürlich auch aus dem Verteiler herausnehmen, falls gewünscht.

Beste Grüße,

Florian

 
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Newsflash

Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
21.06.2009 - Jörg weiter im Höhenflug
Florian Runte - Mittwoch, 24. Juni 2009
Stuttgart. Der Höhenflug von Handbiker Jörg Pieper hält an. Am Sonntag fuhr der Lichtringhauser beim Stuttgarter-Zeitung-Lauf seinen zweiten Saisonsieg ein und übernahm damit die Führung in der National Handbike Circuit (NHC), einer Rennserie, weche fünf der wichtigsten Handbike-Rennen einschließt. Der Triumph in Stuttgart belohnte Piepers erneut offensive Fahrweise. Einer der Kniebiker (Klasse der weniger stark gehandicapten) hatte attackiert. Weil alle anderen sich nur angeguckt haben, bin ich einfach losgefahren, um zu sehen, was passiert , schilderte der 43-jährige die Situation, die sich am Ende als vorentscheidend herausstellen sollte. Vorentscheidend deshalb, weil sich die Verfolger erst bei der Nachführarbeit einig wurden, als das Führungsduo längst über alle Berge war. Weil sein Fluchtgefährte einer anderen Kategorie angehörte, gewann Pieper den Halbmarathon am Ende locker in 40:31 Minuten.Eine Woche zuvor war der Fahrer des Otto Bock-Teams wieder international unterwegs und legte auch in Oensingen (Schweiz) bei den Wertungsrennen zur EHC, dem europäischen Pendant zur NHC, beachtliche Rennen hin. So belegte er im Zeitfahren Platz 13 und steigerte sich einen Tag später im Straßenrennen über 70 Kilometer auf den zehnten Platz, direkt hinter dem Schweizer Paralympics-Sieger Heinz Frei.In Lorsch, Elzach und Heidelberg stehen an den beiden kommenden Wochenenden bereits die drei nächsten wichtigen Rennen an. Heidelberg wird der Kracher , prophezeit Pieper, weil die Hanbike-Elite dort bis kurz vor Schluss kooperieren will, um den Weltrekord auf der Marathon-Distanz zu knacken. Auch er selbst rechnet sich Chancen aus. Pieper: Es ist immer noch Luft nach oben. Und Stuttgart hat noch eine Ecke mehr Selbstvertrauen gegeben.
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30.08.2009 - Triathlet mischt C-Klasse auf
Florian Runte - Dienstag, 01. September 2009
Attendorn. Das hat es lange nicht gegeben. Mit Stefan Zelle, der beim „Sandsteinmeilenrennen“ in Havixbeck (Münsterland) dritter wurde, stand am Sonntag erstmals seit vier Jahren wieder ein Radsportler des TV Attendorn in der C-Elite auf dem Siegertreppchen. (Siehe Foto, mit Dank an Jürgen Schädrich) Erwähnenswert ist dies besonders, weil es für den sonst in der Triathlon-Bundesliga für Witten startenden Zelle erst das Dritte Radrennen überhaupt war. In der zweiten Hälfte des 60 Kilometer langen und auf einem schwierigen, winkligen Rundkurs ausgetragenen Rennens machte sich der Kölner Sportstudent mit einem beherzten Angriff auf die Verfolgung einer zweiköpfigen Spitzengruppe. Diese konnte er zwar nicht mehr einholen, blieb aber mit am Ende fünf Begleitern vor dem Hauptfeld und gewann den Spurt der Verfolger. Ungewöhnlich war die Prämie: Als Pokal erhielten die drei Erstplatzierten einen Sandstein, ähnlich dem begehrten Pflasterstein beim Klassiker „Paris-Roubaix“.Ebenfalls auf dem Treppchen war Tanja Hennes, die im Besteigen des Podiums mehr Übung hat als Stefan Zelle. Mit Platz drei in Rennen der Damen in Herbram stand die frühere deutsche Vizemeisterin dort zum 16. Mal in diesem Jahr. Gleichzeitig auf Strecke, aber getrennt gewertet war die weibliche Jugend, wo Jessika Eckhardt das Podium als Vierte nur denkbar knapp verfehlte. In der Schülerklasse U15 verbesserte sich Schülerfahrer Patrick Kämpf gegenüber der Vorwoche und belegte den zwölften Platz.Auch in der „Zwergenklasse“ U11 bleiben die Attendorner weiter erfolgsverwöhnt. Bei der „Paderborner Radtrilogie“ feierten Julian Rottmann und Luca Bröcher in Paderborn und Herbram jeweils Doppelsiege. Hier der Bericht von Dietmar Rottmann: Samstags in Paderborn galt es bei wechselhaftem Wetter sieben Runden auf dem 1,2 Kilometer langem Flitzerkurs am Sportzentrum Maskerplatz zu absolvieren. Nach gutem Start ging das neunköpfige Feld in die erste Runde, angeführt von Julian.Dieser kam gemeinsam mit Jorgen Flöter (HRC Hannover) an der Spitze zurück, dicht gefolgt von Luca Bröcher und den restlichen Startern. In der 2. Runde forcierte Julian das Tempo und setzte sich mit Jorgen Flöter ab, der das hohe Tempo (Schnitt 35,8) nicht halten konnte und anschließend vor Luca Bröcher die Verfolgergruppe anführte. Das restliche Feld folgte versprengt.Julian fuhr ungefährdet mit über 30 Sekunden Vorsprung seinen 18. Saisonerfolg nach Hause. Im Schlußspurt auf den letzten 200 Metern gelang es Luca noch Jorgen Flöter zu übersprinten. Glücklich ging es mit Blumen und Pokalen nach Hause.Schwieriger wurde es tags drauf in Lichetenau-Herbram. Auf dem wegen der Kommunalwahl gegenüber dem Vorjahr veränderten Kurs war eine 9,1 Kilometer lange Runde zu absolvieren. Neben der Windanfälligkeit wies der Kurs einige Höhenmeter mit einer Steigung von 14 Prozent auf, so dass nur die bergfesten U11 Fahrer einen Start wagten.Nachdem Luca bei der Streckenbesichtigung stürzte und eine leichte Schürfung davontrug, begeisterte er mit Wut im Bauch mit einem Top-Start den Berg hinauf und folgte seinem Teamkollegen Julian vor den restlichen Fahrern. Super Luca!17 Minuten später tauchte Julian in Alleinfahrt als erster wieder in Herbram auf, fuhr den 19. Sieg mit einem 30er Schnitt nach Hause und durfte direkt ein Siegerinterview geben. Mit 2 Minuten Rückstand kam Luca Bröcher als Zweiter ebenfalls in Alleinfahrt mit 38 Sekunden Vorsprung vor dem Drittplatzierten Brune Schmitz (Radsportverein Rhede 2005) ins Ziel.Nun fiebern unsere beiden U11-Fahrer dem letzten Lauf der Dortmunder Sommermeisterschaft am Dienstag entgegen. Luca Bröcher brennt bereits darauf, den Gesamtsieg und seinen dritten Saisonerfolg ins Trockene zu bringen!Anspannung vor dem Start, denn...... kräftig in die Pedale getreten hieß es für den Nachwuchs des TV Attendorn auch bei der Paderborner Radtrilogie...... wo Julian Rottmann erneut das Maß aller Dinge in der U11 darstellte und zwei weitere Siege einfuhr... ... welche Luca Bröcher mit jeweils Platz zwei veredelte. DIe Bilanz des Wochenendes lautete also:Doppelter Doppelsieg!!
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10.05.2009 - Ausnahmezustand in Saalhausen
Florian Runte - Freitag, 15. Mai 2009
Saalhausen. Ausnahmezustand und internationales Flair beim Bike-Festival in Saalhausen: Über 1600 Mountainbiker aus ganz Europa waren am Samstag und Sonntag auf den Strecken rund um den Luftkurort unterwegs. Das ist ein ganz deutlicher Teilnehmerrekord. Das Wochenende war ein voller Erfolg , war selbst Organisator Thorsten Kathol von den Socken. Er stand wie der Rest der zahllosen Helfer des ausrichtenden Vereins Shark Attack zwei Tage unter Strom, um das Mammut-Ereignis zu stemmen. Nicht nur die Meldezahlen stimmten, sondern auch das Wetter. Zwar waren die Strecken nicht ganz trocken, doch wer im Vorjahr dabei war, den konnte das nicht schocken.Neben 750 Startern im Marathon, darunter eine Delegation aus Lennestadts Partnerstadt Ottwock (Polen), nahmen hunderte Mountainbiker auch die Cross-Country-Strecken unter die Reifen. Von den Bambinis bis zur höchsten Seniorenklasse, von Zypern bis Schweden und von Anfänger bis Olympiasiegerin war alles dabei. Die Streckenbeschaffenheit war gut, aber die vielen langen Anstiege waren happig , lächelte Marathon-Teilnehmer Hans-Friedrich Baugärtner nach dem Trip über Stock und Stein.Das Einzige, was das tolle Gesamtbild ein wenig trübte, war ein Fauxpas bei der Streckenführung des Marathons. Am ersten Anstieg, als das Feld noch dicht beisammen war, raste das Führungsmotorrad irrtümlich auf einen falschen und zudem schmalen Pfad. Auf dem Hinterrad können sie fahren, aber den richtigen Weg nehmen, dazu sind sie zu blöd , schimpfte ein Fahrer aus der Staukolonne, die sich an der Abzweigung zum Single-Trail zwangsläufig bildete. Als knapp ein Drittel durch war, wurde der Rest auf die ursprünglich geplante Route geschickt, was für Irritationen beim und nach dem späteren Zusammenschluss der beiden Felder sorgte. Ich wusste nicht mehr, was Sache war, welche Fahrer aus meiner Klasse vor oder hinter mir waren , brachte Seniorenfahrer Georg Drixelius vom TV Attendorn das Problem auf den Punkt, fügte aber hinzu: Ansonsten war die Veranstaltung vorbildlich organisiert. Kein Wunder, dass gerade die ambitionierten Marathonis sauer über die verlorenen Minuten waren, zumal sie sich an den langsameren Teilnehmern erst wieder vorbeischlängeln mussten. Die Sache war aus Veranstalter-Sicht besonders ärgerlich, weil die Zahl der Streckenposten, Schilder und Flatterbänder gegenüber dem Vorjahr noch einmal erhöht worden war. König von Saalhausen wurde Ramses Bekkenk, einer der wieder in Scharen gekommenen Niederländer. Wie vom Teufel getrieben raste der Langstrecken-Spezialist die 102 Kilometer durch die Wälder und hatte nach 4:20,23 Stunden als erster die Marathon-Distanz bewältigt. Auch zwei heimische Athleten hatten die Tortur mit 3200 Höhenmetern hinter sich gebracht. Während Christoph Pöttgen von Shark Attack nur eine halbe Stunde mehr als Bekkenk benötigte, war Simone Berei vom TV Attendorn erst nach sieben Stunden als eine von sechs Frauen im Ziel. Ausruhen war aber nicht für die Extremsportlerin: Obendrauf absolvierte sie am Sonntag noch den Triathlon in Buschhütten.Über 60 Kilometer (1850 Höhenmeter) fuhren vom TV Attendorn Guido Bendikowski als achter der Senioren II sowie Katherina Gunkel als sechste der Seniorinnen vordere Platzierungen ein. Zudem belegte Frank Arens Rang 24 in der Klasse Senioren I. Bei den Männern belegte Florian Hussmann Platz 21 für Saalhausen. Schnellster Fahrer aus dem Kreis Olpe über 32 Kilometer (1100 HM) war der Möllmicker Carsten Schmidt, der mit 1:39,03 Stunden siebter der Senioren I wurde. Zwanzig Minuten nach ihm und als 16. der Männerklasse erreichte der Welschen-Ennester Jens Dümpelmann (Shark Attack) das Ziel am Kur- und Bürgerhaus. Bei den Senioren II kamen die Attendorner Dietmar Rottmann und Andreas vom Orde auf die Plätze 25 bzw. 38. Noch weiter vorn waren die Frauen: Juniorin Luisa Möser siegte nach 2:15,44 Stunden für die Gastgeber. Einige Minuten danach fuhr Sandra Schulte-Rettler als fünte der Seniorinnen ein.Der Sonntag gehörte den Profisportlern, die bei optimalem Wetter wieder den zweiten bzw. dritten Lauf der internationalen Mountainbike-Bundesliga absolvierten. Zu hunderten säumten die Zuschauer die anspruchsvolle Cross-Country-Strecke und feuerten die hautnah vorbei fahrenden Leistungssportler an. Dabei erlebten sie zwei faustdicke Überraschungen. Weil der bis zur siebten Runde führende Schwede Emil Lindgren wegen mentaler Probleme aus heiterem Himmel das Rennen aufgab, war der Weg frei den jungen Schweizer Thomas Litscher, der seinen ersten großen Sieg in der Herrenklasse feierte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Robert Mennen (Nörvenich) und Litschers Teamkollege Fabian Giger (Schweiz). Bei den Frauen stahl die 21-jährige Hanna Klein mit einem Start-Ziel-Sieg der Olympiasiegerin Sabine Spitz die Schau. Abgesehen von Mario Reichling (Shark Attack), 58. der U23, waren hier jedoch keine heimischen Fahrer am Start. Die waren in den Rennen um den Lexxi-Schüler-Cup sowie den Kids- und Bambini-Rennen um so stärker vertreten. Dabei fuhr Julian Rottmann auf dem ungewohnten Terrain den Sieg in der U11 ein und schlüpfte ins Führungstrikot des NRW-Cups. Auf dem verkürzten und entschärften CC-Kurs hatte die U11 fünf Runden über je 1,2 Kilometer zu absolvieren. Bereits kurz nach dem Start setzte sich Julian mit dem MTB-Spezialisten Pepe Rahl aus Grafschaft vom restlichen, über 30-köpfigen Starterfeld ab und kehrte nach kurzem Ausflug in die Sauerländer Wälder ins bike-o-drom mit Anliegern und Steilauffahrten zurück. Nach der ersten Runde entwickelte sich ein Auscheidungsfahren, was letztlich dazu führte, dass Pepe Rahl nach drei Runden abreißen lassen musste und kurz vor Ziel noch um den zweiten Platz gegen den Drittplatzierten Janik Sokoll kämpfen musste. Rennpremiere feierte Teamkollege Phil Arens. Erstmals bei einem Rennen am Start behauptete er sich gut im vorderenMittelfeld und lies sich durch die Konkurrenten nicht beeindrucken. Noch ohne Klickpedale meisterte er die schwierigen Passagen im bike-o-drom und belegte mit nur 2. Minuten Rückstand einen hervorragenden 7. Platz. Klasse Phil!!!Viel Spaß hatten auch die die jüngsten des TV Attendorn, die im Kids- und Bambini-Rennen gute Plätze: Maite Bröcher wurde im Kids-Rennen elfter Jannis Bröcher im Bambini Rennen 6.Hier einige Bilder aus Saalhausen:Marathon-Frau Simone Berei: Am Samstag 102 Kilometer auf dem Mountainbike, am Sonntag der Triahtlon in Buschhütten.Guido Bendikowski kurz nach dem Start am Kur- und Bürgerhaus. Am Ende wurde er achter der Senioren II.Seniorenfahrer Georg Drixelius startete gut...... musste aber wie fast alle anderen Fahrer im Stau am ersten Berg schieben...... und fand sich nach dem Zusammenschluss im dichten Gedrängel wieder ...... doch danach entzerrte sich das Feld auf den selektiven Strecken rund um Saalhausen sichtlich...... für manch einen wurde die Strecke mit den vielen giftigen Anstiegen zur grünen Hölle ...... nicht aber für Sandra, die trotz Sturz am Ende fünfte wurde... ... und nur 12 Minuten hinter Dietmar Rottman (links) bzw. 20 Minuten hinter Jens Dümpelmann (rechts) blieb. Katherina Gunkel (links) wurde sechste der Seniorinnen, Frank Arens erreicht bei den Senioren I Platz 24.Auch auf dem Mountainbike blieb U11-Fahrer Julian Rottmann erfolgreich und gewann das Rennen um den Lexxi-Schülercup...... bei dem über 30 Fahrer am Start waren...... und bei dem auch Luca Bröcher und der gute Debütant Phil Arens sich durchs Bike-O-Drom quälten...... und nach dem Julian das Führungstrikot überstreifte.Interview mit Sabine Spitz am Rande des Bundesliga-Rennens:Mit ihrem Olympiasieg in Peking rückte Sabine Spitz den Mountainbike-Sport für einen Moment ins Rampenlicht. Obwohl er als Freizeitsport boomt, finden die Profi-Rennen nur wenig Öffentlichkeit. Im Gespräch mit der WESTFALENPOST äußert sich die 37-jährige über die Probleme ihrer Sportart, mögliche Auswege und das Ende ihrer Karriere.Westfalenpost: Von ihrem Olympiasieg haben sie sich mehr Aufmerksamkeit für ihren Sport erhofft. Hat sich die Hoffnung erfüllt?Sabine Spitz: Ja, es gibt mehr Resonanz, aber wir sind noch weit davon entfernt was ich mir vorstelle bzw. es dem Mountainbike Sport auch gerecht werden würde - vor allem im TV.Frage: Was muss sich ändern?Spitz: Vor allem die TV-Anstalten sind gefragt. Die Sportchefs müssen die Potentiale erkennen, die dieser Sport hat. Frage: Zum Beispiel?Spitz: Mountainbiking hat die gleiche Veranlagung wie Biathlon. Auch dort sind Kraft, Ausdauer und Konzentration gefragt. Es ist ein Unding diesen faszinierenden Sport einem breiten Publikum vorzuenthalten, obwohl es in Deutschland 15 Millionen aktive Mountainbiker gibt und wir beim Weltcup zuletzt 20.000 Zuschauer hatten. Andererseits müsste der Verband mehr auf die Bedürfnisse der TV-Anstalten eingehen. Der Wintersport etwa hat sich erfolgreich medial angepasst. Frage: Könnten neue Formate wie Sprintrennen oder „Bike-Biathlon“ das Interesse steigern?Spitz: Bike-Biathlon wäre eine ganz neue Sportart, aber kurze Sprintrennen ließen sich sicher gut verkaufen. Nimmt man sich andere Sportarten, wie etwa Biathlon: Da gibt es mehrere Distanzen und Disziplinen, aus denen sich viele verschiedene Möglichkeiten ergeben. Warum nicht diese Erfahrungen nutzen, um unseren Sport zu modernisieren?Frage: Wie könnte das genau aussehen?Spitz: Im Rahmen des Weltcups gibt es nur einfache Rennen, da sind noch viele Varianten offen, wie kombinierte Wettbewerbe, Staffeln oder Mixed-Rennen. Ein Cross-Country-Rennen muss auch nicht zwei Stunden dauern, nach einer Stunde ändert sicht nicht mehr viel. Eine kürzere Rennzeit in Kombination mit kurzen, attraktiven Runden wäre für das Fernsehen interessanter. Frage: Aber?Spitz: Dafür muss aber auch die Bereitschaft der Verbände vorhanden sein, etwas verändern zu wollen. Leider ist diese bei der UCI und dem BDR nur bedingt erkennbar, das ist ein Problem. Frage: Apropos Verband. Sie gelten als eine der größten Kritikerinnen von Rudolf Scharping, dem Präsidenten des Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Sie haben sich, am Ende erfolglos, vehement gegen seine Wiederwahl ausgesprochen. Was sind ihre Kritikpunkte?Spitz: Ein Fauxpas war besonders die Nominierung von Erik Zabel zur Straßen-WM in Stuttgart, trotz Doping-Geständnis. Scharping hat sich zwar auf die Entscheidung des Präsidiums berufen, aber er hat sich auch nicht dagegen gestellt. Für einen glaubwürdigen Neuanfang wäre es besser gewesen, Zabel wäre nicht gefahren. Außerdem hat er zu wenig Kontakt mit den Sportlern, und das ist eine seiner Hauptaufgaben.Frage: Zu wenig Kontakt zu den Mountainbikern im Besonderen?Spitz: Ja, ich habe schon den Eindruck, dass er sich um unseren Bereich weniger kümmert. Stichwort: fehlende Vermarktung. Frage: Ein geplantes Treffen mit ihnen hat Scharping kürzlich mit Verweis auf terminliche Gründe platzen lassen. Worüber hätten sie dort mit ihm sprechen können?Spitz: Es wäre wichtig, mal zusammenzukommen, um zu sehen, wie man den BDR im Bereich Mountainbike voranbringt. Es wäre wichtig, dass er sich bei den Sportlern über Probleme und Bedürfnisse informiert und umgekehrt wir wissen, wie er tickt. Es gibt auf der einen Seite den Verband, auf der anderen die Sportler. Es kann nicht sein, dass diese beiden Welten nebeneinander her leben. Inspirationen und Anregungen der Fahrer, etwa bei Renngestaltung oder Rennterminen, müssen in die Veranstaltungen einfließen.Frage: Auf der Straße fährt die legendäre Jeannie Longo mit 50 Jahren noch Siege ein. Auch sie verschwenden keinen Gedanken ans aufhören. Werden sie die Jeannie Longo auf dem Mountainbike?Spitz: So lange ich Spaß habe, fahre ich noch Rennen. Ob es mir schwer fallen wird, aufzuhören, weiß ich nicht. Aber das Kribbeln ist immer noch da, wenn ich an der Startlinie stehe. So lange das der Fall ist, mache ich weiter. Quelle: www.derwesten.de
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11.06.2009 - Jessika Westfalenmeisterin
Florian Runte - Dienstag, 16. Juni 2009
Schöppingen. Radsportlerin Jessika Eckhardt vom TV Attendorn ist neue Westfalenmeisterin. Die Oberelsperin sicherte sich beim Rennen Rund um den Schöppinger Berg (bei Steinfurt) den Meistertitel der weiblichen Jugend. Als einzige Fahrerin dieser Klasse hielt sie auf dem sehr anspruchsvollem Kurs das Tempo der gleichzeitig gestarteten Frauenklasse und sicherte sich nach 48 Kilometern ungefährdet den obersten Platz auf dem Podium, den sie zuletzt in ihrem Erfolgsjahr 2007 erklamm. Ich habe zwar lange nicht gewonnen, aber das hat mich nicht gestört. Ich bin ja auch nur die großen Rennen gefahren , erklärte die 15-jährige, die fast ausschließlich bei Sichtungs-, Bundesliga- und Meisterschaftsrennen an den Start geht und dort regelmäßig hervorragende Ergebnisse einfährt. Eine nicht enden wollende Aneinanderreihung von Defekten, Stürzen und unglücklichen Millimeter-Entscheidungen hatten ihr den Sieg jedoch stets dann verhagelt, wenn sie die Favoritenrolle inne hatte. So war der Erfolg in Schöppingen schon etwas besonderes, aber nicht nur in dieser Hinsicht. Zum ersten mal gemeinsam mit Tanja zu fahren, war ein tolles Erlebnis , so Eckhardt mit Verweis auf Tanja Hennes, die durch den gleichzeitigen Start der Rennen erstmals neben ihr an der Startlinie stand. Die sportliche Leiterin des TV Attendorn hatte im Damenrennen jedoch weniger Glück und musste wegen eines Defekts frühzeitig die Segel streichen. Einen Tag später machte die frühere Profi-Fahrerin den Ärger mit einem Sieg in Bielefeld-Sennestadt jedoch vergessen. Bewegte Bilder von diesem Rennen gibt es übrigens in --> diesem Video (http://www.youtube.com/watch?v=1qYkTWkdIpc) <-- ab Minute 3:20.Jessika bei der Siegerehrung mit Vanessa Steinki (l.)und Meike Kröger (r.)
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28.06.2009 - Pechvogel Matthias
Florian Runte - Mittwoch, 01. Juli 2009
Wetter. Während die Straßenfahrer des TV Attendorn am Wochenende ihre Erfolge auf mehrere Orte verteilt einfuhren, traten die Mountainbiker geschlossen beim „Ruhrbikefestival“ auf dem Hartkortberg in Wetter an.Der 50 Kilometer lange, mit 1.370 Höhenmetern gespickte Marathon war für 800 Starter Anreiz und Herausforderung zugleich. Keine Sauerländer Endlos-Anstiege und rasante Forstautobahnabfahrten, sondern ein Auf und Ab mit ständig neuen fahrtechnischen Herausforderungen auf epischen Singletrails, wie der Fachmann die schmalen Waldpfade nennt. Flachstücke und Erholungspausen: Fehlanzeige. Die ambitionierten Mountainbiker gaben mächtig Gas, aber auch den Gelegenheitsfahrern zauberten die Trails ein Lächeln ins Gesicht. Sandra Rettler: „Die Trails waren toll. Hätte mir nachher jemand die Strecke gezeigt, dann hätte ich gesagt: Das bin ich bestimmt nicht gefahren.“Die Geschichte des Tages, nämlich die eines Pechvogels, schrieb ihr Ehemann Matthias Rettler, der zunächst gut vorbereitet unter den ersten zehn der Lizenzfahrer zu finden war. Irgendetwas scheint an der sandigen Ruhrpotterde gegenüber dem heimischen Waldboden anders zu sein, denn Rettler hatte insgesamt drei (!) Plattfüße, bevor ein Konkurrent auf sein Rad stürzte und der daraus resultierende Schaltwerksdefekt ihn endgültig zur vorzeitigen Aufgabe zwang. Stattdessen fuhr Katherina Gunkel (rechts) das Top-Ergebnis aus heimischer Sicht mit Rang drei bei den Seniorinnen I ein. Ebenfalls sehr gut unterwegs waren Guido Bendikowski mit Rang sechs bei den Senioren II und Frank Arens mit Platz 18 bei den Senioren I. Sandra Rettler komplettierte die Seniorinnen I auf Platz 14.Alle Marathon-Ergebnisse im Überblick:50 Kilometer (1370 Höhenmeter):Senioren I:18. Frank Arens 2:37,5932. Axel Hellner 2:44,1167. Jörg Buschmann 2:57,27Senioren II:6. Guido Bendikowski 2:29,53132. Dietmar Rottmann 3:26,20Seniorinnen I:3. Katharina Gunkel 2:56,5014. Sandra Schulte-Rettler 3:46,38Direkt nach Zielschluß des Marathons starteten die Rennen des Lexxi-MTB-Schülercups. Hier waren die Attendorner Luca Bröcher (rechts) und Julian Rottmann (oben) in der U11 vertreten. Schade war, dass die meisten Marathonis so geschafft waren, dass sie zu den wirklich spanndenden und gut besetzten U13/U11 Rennen nicht mehr auf dem Hartkortberg blieben. Der bisher anspruchsvollste Kurs des MTB-Cups führte die Kids über eine 2,5 Kilometer lange Runde des verkürzten CC-Kurses mit 80 Höhenmetern pro Runde. Single-Trails und der rasante, mit Wurzelpassagen, Anliegern und künstlichen Drops gespickte Tretlager -Downhill waren ebenfalls enthalten und forderten dem MTB-Nachwuchs fahrtechnisch alles ab. Drei Runden mit sieben Kilometern und ca. 220 Höhenmetern (versetztes Start-/Ziel-Arreal) waren für die U11 zu absolvieren. Frank Rahl, Vater von Julians Hauptkonkurrent Pepe Rahl, formulierte es so: „Endlich mal ein richtiger MTB-Kurs! Direkt nach dem Start schoß die Spitzengruppe mit Pepe Rahl und Julian davon, während Luca Bröcher durch den Sturz eines Mitbewerbers im Mittelfeld erst einmal gestoppt wurde und gleich einige Sekunden verlor. Nach vier Minuten bereits erschienen Julian, dem Pepe Rahl wie ein Schatten folgte, am Wiesenhang oberhalb des Zieles. Beide hatten bereits knapp 40 Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten Leon Kaiser und das weitere Feld herausgefahren. Auf Höhe der Ziellinie attackierte Pepe, konnte sich aber vor dem folgenden Anstieg nicht an Julian vorbeischieben. Der nächste Angriff folgte im Tretlager-Downhill, wo Pepe innen an Julian vorbeiging. Julian konterte direkt auf dem anschließenden Singletrailanstieg und ging mit sechs Sekunden Vorsprung in die dritte und letzte Runde. Hier musste der für den MTB-Verband Deutschland und die DJK Grafschaft startende Pepe Rahl dem hohen Tempo Tribut zollen (Schnitt 23,5 Stundenkilometer). Julian kam letztlich mit 34 Sekunden Vorsprung vor Pepe Rahl und 1:29 Minuten vor dem Dritten Leon Kaiser ins Ziel. Das Führungstrikot des Cups bleibt somit auch über die Sommerpause in Attendorner Hand. Julian überglücklich nach dem Zieleinlauf: „JAA! Dieses Rennen wollte ich unbedingt gewinnen! Teamkollege Luca Bröcher ließ sich durch den Startunfall nicht beeindrucken und spulte dank guter Kondition ebenfalls konstante Rundenzeiten herunter, während die Konkurrenz in der letzten Runde deutlich langsamer unterwegs war. Letztlich erreichte Luca im 30-köpfigen Fahrerfeld (+ 10 Fahrerinnen) einen guten 14. Rang.

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