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Newsflash

Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
04.04.2009 - Julian auch in Bramsche vorne
Florian Runte - Donnerstag, 16. April 2009
Bramsche. Zweiter Sieg im zweiten Rennen: Ein Abreißen der Erfolgsserie unseres U11-Fahrers Julian Rottmann scheint nicht in Sicht zu sein. Auch bei der 30. Auflage von Rund um den Bramscher Berg hatte er die Nase vorn. Mit Luca Bröcher (im Bild links) ging zudem auch der fünfte, und damit zugleich leider auch letzte Platz an den TV Attendorn. Denn während die anderen Nachwuchsklassen gut besetzt waren, stand bei der U11 mit fünf Fahrern ein kleines, aber auch starkes und weit gereistes Feld am Start.Hier bot sich das gewohnte Bild: Julian setzte sich mit Timo Funck gleich nach dem Start ab, dahinter Luca Bröcher mir den übrigen beiden Fahrern (Bild unten). Timo Funck absolvierte die erste Runde der vier Runden noch in Sichtweite von Julian, konnte das für diese Strecke hohe Tempo (Schnitt 29,56 km/h) aber nicht mitgehen und verlor Julian in der 2. Runde außer Sichtweite.Luca musste nach 2 Runden die ihn begleitenden Bergflöhe (ca. 10 cm kleiner und dementsprechend leichter) ziehen lassen, nachdem er zudem einmal aus dem Pedal kam.Julian feierte schließlich mit einer knappen halben Minute Vorsprung auf den ebenfalls einsam seine Kreise ziehenden Timo Funck den Sieg. Dahinter kamen im Sprint Bernhard Maigré vor Jorgen Flöter und Luca Bröcher ins Ziel. Im zweiten Lizenzrennen zeigte Neueinsteiger Luca Bröcher eine starke Leistung mit deutlich verbesserter Technik. Der für seine Größe schwere Kurs und das kleine Fahrerfeld geben seine Steigerung nur unvollkomen wieder , nahm Trainer Dietmar Rottmann das Positive mit.
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06.06.2009 - Fernziel: Paralympics
Florian Runte - Samstag, 06. Juni 2009
Lichtringhausen. Der Weg an die nationale und internationale Spitze einer Sportart ist bekanntlich hart. Er erfordert Durchhaltevermögen und ist verbunden mit Qualen und Entbehrungen, wie bei der mühsamen Durchquerung einer Wüste. Im Fall von Handbiker Jörg Pieper ist dies jedoch nicht bloß eine Metapher. Seine ersten Sporen im internationalen Vergleich verdiente sich der querschnittsgelähmte Lichtringhauser auf dem Wüsten-Kurs in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Hier sammelte der 43-jährige als zehnter im Zeitfahren, siebter im Straßenrennen und vierter im Kriterium seine ersten Punkte in der European Handbike Circuit (EHC). Es waren immerhin fast alle Paralympics-Teilnehmer und viele nationale Meister am Start. Das war für mich ein richtig gutes Ergebnis , freute sich Pieper, der kurz darauf beim zweiten Wertungslauf im französischen Rosenau seine Leistung bestägte. Hier erreicht er mit der zehnköpfigen Spitzengruppe das Ziel und wurde neunter. Zugleich erzielte er mit der Zeit von 1:10,53 Stunden eine neue persönliche Bestleistung. Auf die Marathon-Distanz runtergerechnet wären das etwa 1:07 Stunden, drei Minuten schneller als ich mir für die Saison vorgenommen hatte. Eigentlich könnte ich den Rest der Saison die Füße hochlegen , so Pieper mit einem Zwinkern im Auge.Neben weiteren Optimierungen an der Technik sowie der Sitzposition ist eine deutliche Steigerung des Trainingsumfangs der Grund für den weiteren Aufschwung unseres Vereinsmitglieds. Begünstigt durch Kurzarbeit sowie drei Trainingslager hat der Fahrer des Otto-Bock-Teams momentan 1000 Kilometer mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison unter die Reifen genommen.So feierte er zudem am 1. Mai den Sieg bei der Velo-Tour in Frankfurt, dem Nachfolger des Radklassikers Rund um den Henninger Turm . Mehr als eine Beigabe war dies aber nicht, weil es hier weder für die EHC, die Citymarathon-Trophy noch die nationale Rennserie Punkte gab. Ich will in allen drei Wertungen relativ weit vorne landen , so Pieper, der zugleich ein ehrgeiziges Fernziel formuliert: Die sind alle wichtig für die Paralympics, für die ich mich jetzt schon durch einen möglichst guten Platz in der Weltrangliste empfehlen will.
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26.02.2009 - Trainingslager in Bundenthal
Florian Runte - Donnerstag, 26. Februar 2009
Ins schon traditionelle Trainingslager an Karneval starteten 14 Nachwuchssportler und Betreuer des TV Attendorn. Auf Einladung des RSC Felsenland um Ihren Vorsitzenden Thomas Leidner bezogen die Sportler am Rande des Dahner Felsenlandes erneut Quartier im pfälzischen Bundenthal. Alle Teilnehmer waren hocherfreut über Plusgerade und bewölktem Himmel, hatte doch die anhaltende Schlechtwetterperiode ein Straßentraining im heimischen Sauerland in den letzten Wochen unmöglich gemacht. Geführt von Radsportlern des RSC Felsenland ging es 3 Tage sowohl gemeinsam, aber auch in getrennten Leistungsgruppen durch die Pfalz und häufig ins angrenzende Elsass.Die Leistungsträger kurbelten bereits am ersten Tag eine 140km-Trainingseinheit herunter, während bei den jüngsten Nachwuchssportler der U11/U13 immerhin Distanzen von bis zu 190km im Verlauf der 3 Tage zusammen kamen. Highlight waren für die Rennzwerge sicherlich die Trainigsrunden auf dem 12km langen Straßenkurs des RSC-Felsenland. Den Renntermin am 21.6. vermerkten sich einige Sportler bereits fest im Terminkalender.... Doch nicht nur Kilometerschrubben stand auf dem Programm. Neben den notwendigen Dehnungsübungen nach dem Training hatte Organisatorin und Leiterin Tanja Hennes auch sonst eher unbeliebte Übungsstunden aufs Programm gesetzt: Radpflege und Wartung! Bereits die 9 und 10-jährigen Sportler müssen Ihr Rad putzen und Laufräder sowie Reifen wechseln können, wenn Sie denn lange Freude an ihrem Material haben wollen. Versüßt wurde das Üben durch das bereitgestellte Material: Unter professioneller Anleitung durften die Renneinsteiger an Tanja Henens nagelneuer Profimaschine im Wert eines guten Gebrauchtwagens schrauben. Abends wurden nicht nur die geleerten Kohlehydratspeicher aufgefüllt, auch den pfälzischen Karneval bekamen die Sportler hautnah mit. Erschöpft und zufrieden trafen alle Sportler am Veilchendienstag wieder im heimschen Attendorn ein.Auch das war Teil des Trainingslagers: Matthias Rettler erklärt die Technik, dann durften die Kinder selber ran.So ging es dann am nächsten Tag mit frisch gewarteten Rädern auf bis zu 190 km lange Ausfahrten durchs Felsenland und den Elsaß.
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11.07.2009 - Schüler trumpfen in Weilburg auf
Florian Runte - Dienstag, 14. Juli 2009
Weilburg. „Catch me if you can!“ Schon in der ersten Kurve des Staßenrennes am Samstag früh ließ der Attendorner U11-Fahrer für die Konkurrenz keine Zweifel aufkommen, dass der Sieg in seiner Klasse diesmal nur über ihn führen würde.Die siebte Auflage der 3-Etappenfahrt für Schüler- und Jugendfahrer im hessischen Weilburg ließ auch diesmal keine Schwierigkeiten aus. Schon die erste Etappe „Rund um die Jugendherberge“ wies zwar keine lange Distanz auf, dafür aber 50 Höhenmeter pro Runde an einer 14% -Steigung, welche bereits in der U11 viermal und in der U13 sechsmal zu absolvieren war . Julian attackierte direkt am Start und verschwand bald aus dem Sichtfeld der Verfolger. Mit einer Zeit von 11:06 Minuten blieb er nochmals unter seiner Vorjahreszeit von 11:23 Minuten. Weilburg-Neuling und Teamkollege Luca Bröcher eilte flugs Julian hinterher, führte anfangs das Verfolgerfeld an und belegte einen sehr guten vierten Platz. U13-Fahrer Jeremias Born, der gleichfalls zum ersten Mal in Weilburg startete, belegte nach dem Rundstreckenrennen Rang 14.Pünktlich um 13.30 Uhr startete als 2. Etappe das Bergzeitfahren. „Kurz aber heftig“ waren für alle Fahrer zwar nur 1,3 Kilometer, dafür aber 130 Höhenmeter zu absolvieren! Dies ermöglichte gute Zeitvergleiche zwischen den einzelnen Altersklassen. Alle unsere Attendorner Fahrer schlugen sich hier hervorragend: Luca Bröcher, 10 Zentimeter größer und damit schwerer als seine Vereinskollegen, absolvierte die Kletterei in 6:14 Minuten, was einen hervorragenden vierten Platz in der U11 bedeutete. Bergspezialist Jeremias Born war noch schneller unterwegs und holte mit 5:51 Minuten Platz 14 in seinem ersten U13-Jahr. Getoppt wurden diese Ergebnisse noch von Julian Rottmann, der in 5:27 Min. den Berg hochflog und damit die Vorjahresbestzeit von Björn Tränckner um elf Sekunden unterbot, während der Zweitplatzierte bereits 31 Sekunden Rückstand aufwies. In der U13 hätte Julians Zeit immerhin noch Platz fünf bedeutet....Sonntag früh um 8:45 Uhr dann der Höhepunkt der 3-Etappenfahrt, organisiert vom Radsportbezirk Frankfurt-Main-Taunus: Straßenrennen mit Polizeieskorte und Führungsfahrzeugen sowie dem obligatorischen Besenwagen auf einer sehr anspruchsvollen, hügeligen Runde hoch über dem Lahntal. 23 bzw. 35 km waren in der U11 bzw. U13 zu absolvieren. In der U15 und U17 lockt dieser Kurs regelmäßig Spitzenfahrer aus Belgien und den Niederlanden an, während in den jüngeren Jahrgängen die Starter immerhin bis aus dem Erzgebirge anreisen. Während Julian im gelben Führungstrikot mit 1:35 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Joshua Becker von der RSG Frankfurt ein komfortables Polster mitnahm, konnte sich Luca Bröcher mit nur 29 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten Mika Hahner (RC 07 Fulda) noch Hoffnungen aufs Podium machen.Nach einem fünf Kilometer langen Anstieg zum Rundkurs und neutralisierter Fahrt erfolgte der scharfe Start für unsere Fahrer. Telefonkonferenzen unter den Vätern ergaben, dass Jeremias Born gut in der U13 Verfolgergruppe und Julian Rottmann in der vierköpfigen U11 Spitzengruppe unterwegs waren. Als die U11-Fahrer auf der ca. 65 km/h schnellen Abfahrt nach Odersbach wieder ins Sichtfeld des Berichterstatters fuhren, hatte sich Julian um ca. 30 Meter leicht abgesetzt und ging als Führender in den finalen Anstieg. Luca Bröcher, zur Hälfte des Kurses leider aus der Führungsgruppe zurückgefallen, kam an fünfter Position mit einer Minute Rückstand zurück nach Odersbach. Angefeuert von der Familie und Betreuern konnte Luca trotz nachlassender Kräfte Rang fünf in Etappe und Gesamtwertung bis ins Ziel retten. Julian distanzierte den Zweitplatzierten Joshua Becker nochmals um 22 Sekunden und gewann die Gesamtwertung mit insgesamt 1:57 Minuten Vorsprung. Jeremias Born kam in der U13 Verfolgergruppe auf einem guten 16 Rang ins Ziel. Angesichts der älteren, starken Konkurrenz ein wirklich gutes Ergebnis.Julian nahm Siegerschleife, Pokal und Trikot aus den Händen von Günter Schabel, BDR-Viezepräsident Rennsport, entgegen, während Organisator Anton Koppai scherzte: „Wer in der U11 Weilburg gewinnt, der muss noch 6 Jahre lang wiederkommen...“ Dieser Aufforderung, so merkte man unserem erschöpften aber zufriedenen Nachwuchs an, wollen alle Attendorner Starter gerne nachkommen.
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30.03.2009 - Sven Meyer: Der Goldschmied von Dänemark
Florian Runte - Donnerstag, 16. April 2009
Das gibt es auch nicht alle Tage: Auf der ersten Sportseite der Montagsausgabe der Westfalenpost, wo normalerweise die Spielberichte der Fußball-Bundesliga stehen, strahlten am 30. März die Trikots des TV Attendorn. Also für immerhin eine halbe Millionen Leser. Diese einmalige Publicity verdankt unsere Abteilung unserem Mitglied Sven Meyer, unter dessen Regie die dänischen Nationalmannschaft zwei Goldmedaillen bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Polen holte. Dazu herzlichen Glückwunsch, Sven!Hier der ganze Artikel (von Horst Friedrich Tuneke):Pruszkow. (wp) Sven Meyer vom TV Attendorn war die Sensation der Rad-Weltmeisterschaft im polnischen Pruszkow. Der Sauerländer studiert im vierten Semester Sportwissenschaft an der Universität Frankfurt. Aber als Trainer ist er erfolgreich wie ein alter Hase des Bahnradsports. Und er macht wenig Aufhebens davon. „Sven hat sich bei uns nur per SMS gemeldet , berichtet seine in Plettenberg wohnende Mutter Ulrike. 23 Jahre alt, rote Haare, freches Gesicht und modische Schuhe („Chucks ): Die Rede ist nicht von einem flippigen Teenager, sondern vom Goldschmied des dänischen Bahnradsports. Gestatten, Sven Meyer - der Unbekannte aus dem Sauerland hat den dänischen Bahn-Vierer bei der WM im polnischen Pruszkow zur ersten Goldmedaille in der WM-Geschichte geführt. Auch im 50-km-Madison feierte „Danish Dynamite durch Michael Morkov und Alex Rasmussen einen grandiosen Triumph. „Der dänische Bahnradsport ist ein schlafender Riese. Um die Zukunft ist mir nicht bange. Wir haben noch starke Jungs in der Hinterhand , sagt Meyer, dessen Vertrag mit Ende der Bahn-WM ausläuft. Die Verlängerung dürfte nur Formsache sein. Vor drei Jahren war Meyer zum Nationaltrainer Heiko Salzwedel gekommen und hatte nach einem Praktikum gefragt. Der Jungspund mit dem Berufsziel Trainer durfte bleiben, und als der Chef nach Olympia dem Lockruf aus Großbritannien folgte, stand er in der Verantwortung. So durfte Meyer, der als Radfahrer für den TV Attendorn keine Bäume ausgerissen hatte, das vollenden, was Salzwedel verwehrt geblieben war. Michael Faerk Christensen, Casper Jörgensen, Jens-Erik Madsen und Alex Rasmussen gewannen in 3:58,863 Minuten Gold. Der deutsche Vierer kam gute neun Sekunden - eine halbe Ewigkeit auf der Bahn - später ins Ziel. So kann Meyer auch nur müde lächeln, wenn er sieht, was beim BDR mit den finanziellen Mitteln zustande kommt. Sein Erfolgsrezept ist dabei ganz simpel. „Der Star ist die Mannschaft. Wir sind alle Freunde. Unsere große Stärke ist der Zusammenhalt , sagt Meyer. Im freiwilligen sozialen Jahr hatte Sven Meyer in Attendorn Radsport an Schulen vermittelt. Nun hat der 23-Jährige Weltmeister herausgebracht - eine unglaubliche Karriere. Als Radsportler im Kreis seiner Freunde vom TV Attendorn feierte Sven Meyer keine tollen Erfolge. Dafür trumpfte er als Trainer bei der Weltmeisterschaft groß auf.

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