Leitsätze & Chronik

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Newsflash

Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
06.06.2009 - Fernziel: Paralympics
Florian Runte - Samstag, 06. Juni 2009
Lichtringhausen. Der Weg an die nationale und internationale Spitze einer Sportart ist bekanntlich hart. Er erfordert Durchhaltevermögen und ist verbunden mit Qualen und Entbehrungen, wie bei der mühsamen Durchquerung einer Wüste. Im Fall von Handbiker Jörg Pieper ist dies jedoch nicht bloß eine Metapher. Seine ersten Sporen im internationalen Vergleich verdiente sich der querschnittsgelähmte Lichtringhauser auf dem Wüsten-Kurs in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Hier sammelte der 43-jährige als zehnter im Zeitfahren, siebter im Straßenrennen und vierter im Kriterium seine ersten Punkte in der European Handbike Circuit (EHC). Es waren immerhin fast alle Paralympics-Teilnehmer und viele nationale Meister am Start. Das war für mich ein richtig gutes Ergebnis , freute sich Pieper, der kurz darauf beim zweiten Wertungslauf im französischen Rosenau seine Leistung bestägte. Hier erreicht er mit der zehnköpfigen Spitzengruppe das Ziel und wurde neunter. Zugleich erzielte er mit der Zeit von 1:10,53 Stunden eine neue persönliche Bestleistung. Auf die Marathon-Distanz runtergerechnet wären das etwa 1:07 Stunden, drei Minuten schneller als ich mir für die Saison vorgenommen hatte. Eigentlich könnte ich den Rest der Saison die Füße hochlegen , so Pieper mit einem Zwinkern im Auge.Neben weiteren Optimierungen an der Technik sowie der Sitzposition ist eine deutliche Steigerung des Trainingsumfangs der Grund für den weiteren Aufschwung unseres Vereinsmitglieds. Begünstigt durch Kurzarbeit sowie drei Trainingslager hat der Fahrer des Otto-Bock-Teams momentan 1000 Kilometer mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison unter die Reifen genommen.So feierte er zudem am 1. Mai den Sieg bei der Velo-Tour in Frankfurt, dem Nachfolger des Radklassikers Rund um den Henninger Turm . Mehr als eine Beigabe war dies aber nicht, weil es hier weder für die EHC, die Citymarathon-Trophy noch die nationale Rennserie Punkte gab. Ich will in allen drei Wertungen relativ weit vorne landen , so Pieper, der zugleich ein ehrgeiziges Fernziel formuliert: Die sind alle wichtig für die Paralympics, für die ich mich jetzt schon durch einen möglichst guten Platz in der Weltrangliste empfehlen will.
Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
10.05.2009 - Ausnahmezustand in Saalhausen
Florian Runte - Freitag, 15. Mai 2009
Saalhausen. Ausnahmezustand und internationales Flair beim Bike-Festival in Saalhausen: Über 1600 Mountainbiker aus ganz Europa waren am Samstag und Sonntag auf den Strecken rund um den Luftkurort unterwegs. Das ist ein ganz deutlicher Teilnehmerrekord. Das Wochenende war ein voller Erfolg , war selbst Organisator Thorsten Kathol von den Socken. Er stand wie der Rest der zahllosen Helfer des ausrichtenden Vereins Shark Attack zwei Tage unter Strom, um das Mammut-Ereignis zu stemmen. Nicht nur die Meldezahlen stimmten, sondern auch das Wetter. Zwar waren die Strecken nicht ganz trocken, doch wer im Vorjahr dabei war, den konnte das nicht schocken.Neben 750 Startern im Marathon, darunter eine Delegation aus Lennestadts Partnerstadt Ottwock (Polen), nahmen hunderte Mountainbiker auch die Cross-Country-Strecken unter die Reifen. Von den Bambinis bis zur höchsten Seniorenklasse, von Zypern bis Schweden und von Anfänger bis Olympiasiegerin war alles dabei. Die Streckenbeschaffenheit war gut, aber die vielen langen Anstiege waren happig , lächelte Marathon-Teilnehmer Hans-Friedrich Baugärtner nach dem Trip über Stock und Stein.Das Einzige, was das tolle Gesamtbild ein wenig trübte, war ein Fauxpas bei der Streckenführung des Marathons. Am ersten Anstieg, als das Feld noch dicht beisammen war, raste das Führungsmotorrad irrtümlich auf einen falschen und zudem schmalen Pfad. Auf dem Hinterrad können sie fahren, aber den richtigen Weg nehmen, dazu sind sie zu blöd , schimpfte ein Fahrer aus der Staukolonne, die sich an der Abzweigung zum Single-Trail zwangsläufig bildete. Als knapp ein Drittel durch war, wurde der Rest auf die ursprünglich geplante Route geschickt, was für Irritationen beim und nach dem späteren Zusammenschluss der beiden Felder sorgte. Ich wusste nicht mehr, was Sache war, welche Fahrer aus meiner Klasse vor oder hinter mir waren , brachte Seniorenfahrer Georg Drixelius vom TV Attendorn das Problem auf den Punkt, fügte aber hinzu: Ansonsten war die Veranstaltung vorbildlich organisiert. Kein Wunder, dass gerade die ambitionierten Marathonis sauer über die verlorenen Minuten waren, zumal sie sich an den langsameren Teilnehmern erst wieder vorbeischlängeln mussten. Die Sache war aus Veranstalter-Sicht besonders ärgerlich, weil die Zahl der Streckenposten, Schilder und Flatterbänder gegenüber dem Vorjahr noch einmal erhöht worden war. König von Saalhausen wurde Ramses Bekkenk, einer der wieder in Scharen gekommenen Niederländer. Wie vom Teufel getrieben raste der Langstrecken-Spezialist die 102 Kilometer durch die Wälder und hatte nach 4:20,23 Stunden als erster die Marathon-Distanz bewältigt. Auch zwei heimische Athleten hatten die Tortur mit 3200 Höhenmetern hinter sich gebracht. Während Christoph Pöttgen von Shark Attack nur eine halbe Stunde mehr als Bekkenk benötigte, war Simone Berei vom TV Attendorn erst nach sieben Stunden als eine von sechs Frauen im Ziel. Ausruhen war aber nicht für die Extremsportlerin: Obendrauf absolvierte sie am Sonntag noch den Triathlon in Buschhütten.Über 60 Kilometer (1850 Höhenmeter) fuhren vom TV Attendorn Guido Bendikowski als achter der Senioren II sowie Katherina Gunkel als sechste der Seniorinnen vordere Platzierungen ein. Zudem belegte Frank Arens Rang 24 in der Klasse Senioren I. Bei den Männern belegte Florian Hussmann Platz 21 für Saalhausen. Schnellster Fahrer aus dem Kreis Olpe über 32 Kilometer (1100 HM) war der Möllmicker Carsten Schmidt, der mit 1:39,03 Stunden siebter der Senioren I wurde. Zwanzig Minuten nach ihm und als 16. der Männerklasse erreichte der Welschen-Ennester Jens Dümpelmann (Shark Attack) das Ziel am Kur- und Bürgerhaus. Bei den Senioren II kamen die Attendorner Dietmar Rottmann und Andreas vom Orde auf die Plätze 25 bzw. 38. Noch weiter vorn waren die Frauen: Juniorin Luisa Möser siegte nach 2:15,44 Stunden für die Gastgeber. Einige Minuten danach fuhr Sandra Schulte-Rettler als fünte der Seniorinnen ein.Der Sonntag gehörte den Profisportlern, die bei optimalem Wetter wieder den zweiten bzw. dritten Lauf der internationalen Mountainbike-Bundesliga absolvierten. Zu hunderten säumten die Zuschauer die anspruchsvolle Cross-Country-Strecke und feuerten die hautnah vorbei fahrenden Leistungssportler an. Dabei erlebten sie zwei faustdicke Überraschungen. Weil der bis zur siebten Runde führende Schwede Emil Lindgren wegen mentaler Probleme aus heiterem Himmel das Rennen aufgab, war der Weg frei den jungen Schweizer Thomas Litscher, der seinen ersten großen Sieg in der Herrenklasse feierte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Robert Mennen (Nörvenich) und Litschers Teamkollege Fabian Giger (Schweiz). Bei den Frauen stahl die 21-jährige Hanna Klein mit einem Start-Ziel-Sieg der Olympiasiegerin Sabine Spitz die Schau. Abgesehen von Mario Reichling (Shark Attack), 58. der U23, waren hier jedoch keine heimischen Fahrer am Start. Die waren in den Rennen um den Lexxi-Schüler-Cup sowie den Kids- und Bambini-Rennen um so stärker vertreten. Dabei fuhr Julian Rottmann auf dem ungewohnten Terrain den Sieg in der U11 ein und schlüpfte ins Führungstrikot des NRW-Cups. Auf dem verkürzten und entschärften CC-Kurs hatte die U11 fünf Runden über je 1,2 Kilometer zu absolvieren. Bereits kurz nach dem Start setzte sich Julian mit dem MTB-Spezialisten Pepe Rahl aus Grafschaft vom restlichen, über 30-köpfigen Starterfeld ab und kehrte nach kurzem Ausflug in die Sauerländer Wälder ins bike-o-drom mit Anliegern und Steilauffahrten zurück. Nach der ersten Runde entwickelte sich ein Auscheidungsfahren, was letztlich dazu führte, dass Pepe Rahl nach drei Runden abreißen lassen musste und kurz vor Ziel noch um den zweiten Platz gegen den Drittplatzierten Janik Sokoll kämpfen musste. Rennpremiere feierte Teamkollege Phil Arens. Erstmals bei einem Rennen am Start behauptete er sich gut im vorderenMittelfeld und lies sich durch die Konkurrenten nicht beeindrucken. Noch ohne Klickpedale meisterte er die schwierigen Passagen im bike-o-drom und belegte mit nur 2. Minuten Rückstand einen hervorragenden 7. Platz. Klasse Phil!!!Viel Spaß hatten auch die die jüngsten des TV Attendorn, die im Kids- und Bambini-Rennen gute Plätze: Maite Bröcher wurde im Kids-Rennen elfter Jannis Bröcher im Bambini Rennen 6.Hier einige Bilder aus Saalhausen:Marathon-Frau Simone Berei: Am Samstag 102 Kilometer auf dem Mountainbike, am Sonntag der Triahtlon in Buschhütten.Guido Bendikowski kurz nach dem Start am Kur- und Bürgerhaus. Am Ende wurde er achter der Senioren II.Seniorenfahrer Georg Drixelius startete gut...... musste aber wie fast alle anderen Fahrer im Stau am ersten Berg schieben...... und fand sich nach dem Zusammenschluss im dichten Gedrängel wieder ...... doch danach entzerrte sich das Feld auf den selektiven Strecken rund um Saalhausen sichtlich...... für manch einen wurde die Strecke mit den vielen giftigen Anstiegen zur grünen Hölle ...... nicht aber für Sandra, die trotz Sturz am Ende fünfte wurde... ... und nur 12 Minuten hinter Dietmar Rottman (links) bzw. 20 Minuten hinter Jens Dümpelmann (rechts) blieb. Katherina Gunkel (links) wurde sechste der Seniorinnen, Frank Arens erreicht bei den Senioren I Platz 24.Auch auf dem Mountainbike blieb U11-Fahrer Julian Rottmann erfolgreich und gewann das Rennen um den Lexxi-Schülercup...... bei dem über 30 Fahrer am Start waren...... und bei dem auch Luca Bröcher und der gute Debütant Phil Arens sich durchs Bike-O-Drom quälten...... und nach dem Julian das Führungstrikot überstreifte.Interview mit Sabine Spitz am Rande des Bundesliga-Rennens:Mit ihrem Olympiasieg in Peking rückte Sabine Spitz den Mountainbike-Sport für einen Moment ins Rampenlicht. Obwohl er als Freizeitsport boomt, finden die Profi-Rennen nur wenig Öffentlichkeit. Im Gespräch mit der WESTFALENPOST äußert sich die 37-jährige über die Probleme ihrer Sportart, mögliche Auswege und das Ende ihrer Karriere.Westfalenpost: Von ihrem Olympiasieg haben sie sich mehr Aufmerksamkeit für ihren Sport erhofft. Hat sich die Hoffnung erfüllt?Sabine Spitz: Ja, es gibt mehr Resonanz, aber wir sind noch weit davon entfernt was ich mir vorstelle bzw. es dem Mountainbike Sport auch gerecht werden würde - vor allem im TV.Frage: Was muss sich ändern?Spitz: Vor allem die TV-Anstalten sind gefragt. Die Sportchefs müssen die Potentiale erkennen, die dieser Sport hat. Frage: Zum Beispiel?Spitz: Mountainbiking hat die gleiche Veranlagung wie Biathlon. Auch dort sind Kraft, Ausdauer und Konzentration gefragt. Es ist ein Unding diesen faszinierenden Sport einem breiten Publikum vorzuenthalten, obwohl es in Deutschland 15 Millionen aktive Mountainbiker gibt und wir beim Weltcup zuletzt 20.000 Zuschauer hatten. Andererseits müsste der Verband mehr auf die Bedürfnisse der TV-Anstalten eingehen. Der Wintersport etwa hat sich erfolgreich medial angepasst. Frage: Könnten neue Formate wie Sprintrennen oder „Bike-Biathlon“ das Interesse steigern?Spitz: Bike-Biathlon wäre eine ganz neue Sportart, aber kurze Sprintrennen ließen sich sicher gut verkaufen. Nimmt man sich andere Sportarten, wie etwa Biathlon: Da gibt es mehrere Distanzen und Disziplinen, aus denen sich viele verschiedene Möglichkeiten ergeben. Warum nicht diese Erfahrungen nutzen, um unseren Sport zu modernisieren?Frage: Wie könnte das genau aussehen?Spitz: Im Rahmen des Weltcups gibt es nur einfache Rennen, da sind noch viele Varianten offen, wie kombinierte Wettbewerbe, Staffeln oder Mixed-Rennen. Ein Cross-Country-Rennen muss auch nicht zwei Stunden dauern, nach einer Stunde ändert sicht nicht mehr viel. Eine kürzere Rennzeit in Kombination mit kurzen, attraktiven Runden wäre für das Fernsehen interessanter. Frage: Aber?Spitz: Dafür muss aber auch die Bereitschaft der Verbände vorhanden sein, etwas verändern zu wollen. Leider ist diese bei der UCI und dem BDR nur bedingt erkennbar, das ist ein Problem. Frage: Apropos Verband. Sie gelten als eine der größten Kritikerinnen von Rudolf Scharping, dem Präsidenten des Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Sie haben sich, am Ende erfolglos, vehement gegen seine Wiederwahl ausgesprochen. Was sind ihre Kritikpunkte?Spitz: Ein Fauxpas war besonders die Nominierung von Erik Zabel zur Straßen-WM in Stuttgart, trotz Doping-Geständnis. Scharping hat sich zwar auf die Entscheidung des Präsidiums berufen, aber er hat sich auch nicht dagegen gestellt. Für einen glaubwürdigen Neuanfang wäre es besser gewesen, Zabel wäre nicht gefahren. Außerdem hat er zu wenig Kontakt mit den Sportlern, und das ist eine seiner Hauptaufgaben.Frage: Zu wenig Kontakt zu den Mountainbikern im Besonderen?Spitz: Ja, ich habe schon den Eindruck, dass er sich um unseren Bereich weniger kümmert. Stichwort: fehlende Vermarktung. Frage: Ein geplantes Treffen mit ihnen hat Scharping kürzlich mit Verweis auf terminliche Gründe platzen lassen. Worüber hätten sie dort mit ihm sprechen können?Spitz: Es wäre wichtig, mal zusammenzukommen, um zu sehen, wie man den BDR im Bereich Mountainbike voranbringt. Es wäre wichtig, dass er sich bei den Sportlern über Probleme und Bedürfnisse informiert und umgekehrt wir wissen, wie er tickt. Es gibt auf der einen Seite den Verband, auf der anderen die Sportler. Es kann nicht sein, dass diese beiden Welten nebeneinander her leben. Inspirationen und Anregungen der Fahrer, etwa bei Renngestaltung oder Rennterminen, müssen in die Veranstaltungen einfließen.Frage: Auf der Straße fährt die legendäre Jeannie Longo mit 50 Jahren noch Siege ein. Auch sie verschwenden keinen Gedanken ans aufhören. Werden sie die Jeannie Longo auf dem Mountainbike?Spitz: So lange ich Spaß habe, fahre ich noch Rennen. Ob es mir schwer fallen wird, aufzuhören, weiß ich nicht. Aber das Kribbeln ist immer noch da, wenn ich an der Startlinie stehe. So lange das der Fall ist, mache ich weiter. Quelle: www.derwesten.de
Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
23.08.2009 - Ergebnis-Sammelsurium
Florian Runte - Dienstag, 25. August 2009
Erfolgs-Wochenende Attendorn. Drei Siege, je ein zweiter und dritter Platz und viele weitere gute Leistungen - die Radsportler des TV Attendorn blicken erneut auf ein überaus erfolgreiches Wochenende zurück.Vorzeigeathlet Dominik Ivo verpasste in Schwerte seinen ersten Saisonsieg in der Eliteklasse nur um Zentimeter. Platz zwei war für ihn der vierte Podiumsplatz des Jahres.Das Hauptrennen auf der tellerflachen, 900 Meter langen und fast kreisförmigen Runde wurde als Kriterium über 70 Runden mit neun Punktwertungen (5, 3, 2 und 1 Punkt für die vier schnellsten) ausgefahren. Dominik Ivo erwies sich zunächst als eifrigster Punktesammler, gewann mehrere Wertungen aus dem geschlossenen Feld heraus und hatte am Ende mit dem Betzdorfer Tobias Lautwein nur noch einen Konkurrenten um den Sieg. Die doppelt zählende Schlusswertung hatte also was von High Noon. Zwei Konkurrenten im Duell um den Tagessieg, Showdown auf der Bahnhofsstraße. Ivo erarbeitete sich zwar eine gute Position und eröffnete den Sprint, doch das bessere Ende hatte Lautwein, der auf den letzten 50 Metern vorbeizog und dem Grevenbrücker den Sieg um eine halbe Radlänge entriss. Ein Trost: In der Gesamtwertung der hoch dotierten Ernst Claußmeyer-Gedenk-Trophäe , einer elfteiligen Rennserie im Dortmunder Raum, kletterte Ivo auf Platz drei.Geklettert ist auch Jessika Eckhardt, und das so gut, dass sie beim 1. Velberter Bergzeitfahren in der weiblichen Jugend triumphierte. Nach zweimal 3,4 Kilometern lag die Oberelsperin in der Addition der Zeiten vorne und nahm den Pokal mit nach Hause. Eine Woche zuvor hatte sie beim Rundstreckenrennen in Nettetal den vierten Platz belegt, musste aber in Schwerte, gut im Rennen liegend, bei großer Hitze mit Kreislaufproblemen aussteigen. Besser lief es für Schülerfahrer Patrick Kämpf (Bild rechts), der sein Rennen im dezimierten Hauptfeld beendete, und U11-Fahrer Luca Bröcher, der seinen zweiten Sieg in der Lizenzklasse einfuhr.Dabei profitierte er auch von der Abwesenheit seines in Serie gewinnenden Teamkollegen Julian Rottmann. Der zehnjährige war der Härteste in Herten, gewann das dortige Mountainbike-Rennen auf der Zeche Ewald. Nach dem vierten Erfolg im fünten Rennen ist er somit ist er auch in der Gesamtwertung des Lexxi-Schüler-Cup nicht mehr einholbar.Die älteren Mountainbiker des TV Attendorn starteten am Samstag beim Marathon in Grafschaft und hatten mit einer trockenen Strecke mit langen Ziehern zu kämpfen. Zwar war weniger Technik gefragt als sonst, aber dafür gab es gefährliche Längstrillen, die einigen zum Verhängnis wurden. Die Ergebnisse der Mountainbiker im Überblick: Kurzdistanz ( 47 Kilometer):Senioren weiblich:7. Sandra Schulte-Rettler 2:51.03Sen. II männlich:37. Andreas vom Orde 2.37:1440. Dietmar Rottmann 2.39:27 (Bild links)Sen. 3 männlich:4. Georg Drixelius 2.14:45Mitteldistanz (59 Kilometer):Senioren weiblich:3. Katherina Gunkel 3.04:57Senioren I männlich:23. Axel Hellner 2:45.0345. Frank Arens 2:53.4563. Jörg Buschmann 3:08.44Unten weitere Bilder vom Wochenende. Ein Dank an dieser Stelle an Mani Wollner (SRM & Poison Team) für die phantastischen Bilder aus Velbert sowie Siegfried Gebauer (Team EGN) für die Bilder aus Schwerte.Schnell um die Kurven: Dominik Ivo gab beium Kriterium in Schwerte von Anfang an Vollgas und übernahm Rasch die Führung. Einzig der Betzdorfer Tobias Lautwein konnte bei der letzten Wertung noch vorbeiziehen...... und schaffte dies auch beim mit Spannung erwarteten Showdown auf der Bahnhofsstraße ...... wo er Dominik um eine halbe Radlänge schlug und sein Punktekonto auf 27 Zähler aufstocken konnte. Keine Schande für Dominik, denn der Betzdorfer A-Fahrer ist für seine Antrittsstärke bekannt ...... und holte Saisonsieg Nummer vier. Für Dominik war es die vierte Podiumsplatzierung des Jahres.Jugendfahrerin Jessika Eckhardt musste in Schwerte mit Kreislaufproblemen aussteigen...... war aber auf ihrem bevorzugtem Terrain, beim Bergzeitfahren in Velbert, nicht aufzuhalten...... strahlte mit der Sonne um die Wette und nahm den Siegerpokal samt Blumen mit nach Hause.U11-Fahrer Luca Bröcher zeigte sich in Schwerte stets vorn und räumte reichlich Prämien ab...... und schaffte in seinem ersten Lizenzjahr schon zum zweiten Mal den Sprung nach ganz oben...... wo ihm zu Ehren das Fanfarencorps Dortmund-Wickede aufspielte...... und ihm als letzte Siegprämie eine Mütze aufgesetzt wurde. Praktisch, bei dem Wetter.Luca profitierte auch von der Abwesenheit von Julian Rottmann, der mit dem MTB in Herten am Start war...... wo er ab der Hälfte des Rennens allein auf weiter Flur unterwegs war...... und sich sowohl den Tages- auch als den Gesamtsieg beim Lexxi-Schülercup in der U11 sicherte.
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11.07.2009 - Jessika zweimal neunte bei der Bahn-DM
Florian Runte - Dienstag, 14. Juli 2009
Erfurt. Mit zwei neunten Plätzen fügte Jessika Eckhardt bei den 123. Deutschen Bahnradmeisterschaften in Erfurt am Wochenende zwei weitere Top-Ergebnisse ihrer Saisonbilanz hinzu. Sowohl in der Einerverfolgung über 2000 Meter als auch im Punktefahren konnte sich das Talent des TV Attendorn im vorderen Teil des mit 25 Fahrerinnen besetzten Feldes behaupten und sich gegenüber dem Vorjahr erneut steigern. Es ist richtig gut gelaufen, mit beiden Ergebnissen bin ich super zufrieden , strahlte die Oberelsperin, die ja nicht gerade als Bahnspezialistin bekannt ist. Ein Trainingswochenende mit dem Team des Landesverband und sporadische Ausflüge auf die Bahn in Köln mussten als Vorbereitung genügen. Ständig nach Köln zu fahren ist natürlich nicht drin , bedauert die Oberelsperin das Fehlen einer Radbahn in unserer Region, was wohl auch erklärt, warum sie als einzige Person überhaupt Südwestfalen bei den Titelkämpfen vertrat. Besser hat es da die Konkurrenz aus den Radsport-Hochburgen, vornehmlich in den neuen Bundesländern. Eckhardt: Die trainieren zweimal pro Woche auf der Bahn. Dennoch schlug sich die 16-jährige auf der funkelnagelneuen, 250 Meter langen Beton-Bahn Andreasried achtbar und gewann ihren Lauf in der Einerverfolgung gegen die Brandenburgerin Susanne Lokmani deutlich. Die Uhr stoppte nach 2000 Metern bei 2:51,192 Minuten, was Rang neun bedeutete. Zum Finale der besten vier fehlten drei Sekunden. Im von Beginn an schnellen Punkterennen machte Eckhardt das gleiche Problem wie bei den Massensprints auf der Straße zu schaffen: Ich war meistens eingeklemmt und habe keine Lücke gefunden. Bei der vierten der sechs Sprintwertungen biss sie jedoch zu, holte Platz drei und die für den neunten Platz reichenden zwei Punkte. Auf die Runde ging Eckhardt einmal, was jedoch, wie bei den Attacken der restlichen Fahrerinnen, nicht von Erfolg gekrönt war.Ihre nächsten Bahnrennen bestreitet Eckhardt in drei Wochen bei den Bundes-Sichtungsrennen in Köln-Müngersdorf.
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09.08.2009 - Bei Simone Berei war nur der Lampen-Akku leer
Florian Runte - Donnerstag, 13. August 2009
Attendorn/Duisburg. Mit dem Mountainbike durch den Eiskanal, Straßenrennen trotz Sattelbruch (http://www.radsport-tva.de/Berichte-und-Photos-Jahr-2005/11.05.2005-Die-ohne-Sattel-startet.html) und jährliche Alpenüberquerungen (http://www.radsport-tva.de/Berichte-und-Photos-Jahr-2004/04.09.2004-Alpenpasse-fur-Simone-Berei-ein-Vergnuegen.html) - von Simone Berei, Rad- und Leistungssportlerin im Trikot des TV Attendorn ist man so einiges gewohnt. Mit einer Gesamtleistung von 331 Kilometern auf dem Mountainbike beim 24-Stunden-Rennen im Landschaftspark Duisburg ergänzte die 31-Jährige diese Reihe von Extremleistungen um einen weiteren Punkt. In der Frauenwertung belegte sie damit den dritten Platz, doch was zählt, ist die Herausforderung.Schon die Vorbereitung für so einen „Tagesausflug” ist spannend. Hast du Regen? Hast du Sonnenschein? Wie kalt wird es Nachts? Dann die Verpflegung: Riegel, Bananen, Äpfel, Laugenstangen, Schokolade, Gels, und für die Nacht viel Cola und Kaffee. Dazu ein Ersatzrad und viel Beleuchtung. „Ich hatte Sachen wie für eine ganze Woche Urlaub mit”, staunte Berei über die Menge des nötigen Equipments. 6,9 Kilometer lang und 70 Höhenmeter schwer war der Rundkurs in Duisburg, der viel Schotter und wenig Teer zum Ausruhen bot. Berühmt ist die Runde für ihr Flair. Sie führt durch eine zum Park umfunktionierte Industriekulisse, über alte Bahntrassen, entlang Blumenbeeten in stillgelegten Kläranlagen, über alte Stahlroste in zehn Metern Höhe und über alte Halden. 30 Runden und zwölf Stunden fast ohne Stop schaffte Simone Berei bis zum Einbruch der Dunkelheit, wo es Zeit war für die erste von drei größeren Essens- und Ruhepausen. Danach ging es mit Licht und viel Cola durch die Nacht. Den Boden hat man vor lauter Staub kaum gesehen, aber wir kannten ja schon jeden Stein und jede Wurzel”, berichtete die Physiotherapeutin. Gegen Morgen war der Akku leer. Der Lampen-Akku wohlgemerkt, nicht der ihre. Dies sorgte für eine Zwangspause von 4 bis 6 Uhr. Simone Berei: „Da habe ich etwas geschlafen. Ein Kaffee hat danach geholfen - eigentlich hatte ich schon gar keine Lust mehr.” Dennoch ging es weiter: „Zum Ende hin bin ich fast nur noch im Stehen gefahren, konnte nicht mehr sitzen und wusste nicht, welche Glieder ich am meisten spürte. Aber die Super-Stimmung und tausende Zuschauer ließen alles vergessen.”Bis zum Sonntag legt die Attendornerin noch die Beine hoch, denn das nächste Projekt steht vor der Tür. Mit Freunden will sie von Innsbruck zum Gardasee pedalieren - mit 17.000 Höhenmetern auf 500 Kilometern. Dafür nimmt sie sich aber zehn Tage Zeit, und wird dabei sicher auch an Duisburg zurückdenken. Simone Berei: „Interessant ist es schon, was man so schafft, vor allem über Nacht. Aber ich glaube, sowas mache ich nicht noch mal.”Die nächtlich illuminierte Industriekulisse des Landschaftspark Duisburg.

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