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Attendorn. Die explodierenden Klickzahlen auf der Homepage der Radsportabteilung des TV Attendorn beweisen es: Die Rennfahrer in NRW fiebern den Meisterschaften des Landesverbandes NRW am Sonntag in Attendorn entgegen. Über 580 Meldungen sind in der Hansestadt eingegangen, wo zwischen 9 und 18 Uhr elf Rennklassen ihre Meister suchen. Grund genug, einmal die Chancen der 15 heimischen Starter vom TV Attendorn zu beleuchten:
Elite (14.23 Uhr): Im Hauptrennen über 130 Kilometer werden die C-Klasse-Fahrer Sebastian Kramer und David Schwager keine realistische Chance auf eine vordere Platzierung haben. Zwar zeigte sich das Attendorner Duo in guter Form und beendete die bisherigen Rennen im Feld, doch beim gemeinsamen Start mit den Fahrern aus den höheren Amateur- und Profiklassen wird es nur darum gehen, sich so lang und gut wie möglich zu präsentieren. Aus dem restlichen Feld einen Favoriten auszumachen, ist kaum möglich. Man darf sich überraschen lassen.
U23 (14.20 Uhr): Etwas bessere Aussichten hat Dominik Ivo im Feld der U23, welches gemeinsam mit den Profis auf die Strecke geht. Der A-Fahrer kündigte an, wie 2006, als er in Attendorn Silber bei der LVM holte, wieder um eine Medaille mitkämpfen zu wollen. Die Form ist gut, doch die Konkurrenz ist enorm. Als bislang bestes Saisonresultat steht ein 14. Platz zu Buche. Immerhin: Wenn Ivo einen guten Tag erwischt, dürfte ihm die Unterstützung seiner Bundesliga-Mannschaft, dem Team EGN, sicher sein.
Frauen (11.33 Uhr): Mit Christina Becker, Anika Werheit und Annette Rathmann hat der TV Attendorn drei ganz heiße Eisen im Feuer. Christina Becker hat bereits zwei hochkarätig besetzte Rennen in dieser Saison für sich entschieden. Allerdings auf flachem Terrain, das der Ex-Profifahrerin, die ihre größten Erfolge auf der Bahn feierte, eher liegen dürfte als die harte Schleife durch Attendorn und das Ennester Industriegebiet. Anika Werheit bringt Rang drei von der letzten Landesmeisterschaft als Referenz mit, Annette Rathmann sieben Platzierungen aus dem Vorjahr. „Ich glaube, dass wir hier den Sieg auf jeden Fall nach Hause fahren werden“, gibt sich die sportliche Leiterin und Titelverteidigerin Tanja Hennes erfolgsgewiss. Hennes selbst, Seriensiegerin bei NRW-Meisterschaften und Attendorner Rennen, will keine Rennen mehr bestreiten und geht deshalb nicht an den Start.
Juniorinnen (11.33 Uhr): Hier verspricht die Konstellation ein spannendes Rennen. Als beste NRW-Fahrerin präsentierte sich bei den beiden ersten Bundesliga-Rennen die Quereinsteigerin Mieke Kröger (RV Teutoburg Brackwede), dahinter fuhren die Oberelsperin Jessika Eckhardt vom TV Attendorn und Simona Janke (Endspurt Wuppertal) auf Augenhöhe. Jessika Eckhardt hat, wie Dominik Ivo, ihr Bundesliga-Team mit Mieke Kröger im Rücken. Auch der schwierige Kurs dürfte ihr entgegen kommen, doch gegen die sprintstarke Simona Janke muss sie die Entscheidung schon vor der Zielgeraden suchen.
Senioren (9 Uhr): Keine Hoffnungen auf eine vordere Platzierung macht sich Uli Terschlüsen. Der 51-Jährige ist gerade erst in den Rennsport eingestiegen und hat sich bei seinen ersten beiden Lizenzrennen sofort im Feld etabliert. Eine große Leistung. Gegen die bis zu zehn Jahre jüngere und wesentlich erfahrenere Konkurrenz besteht jedoch keine Medaillenchance.
Jugend (11.30 Uhr): Auch Christopher Wehmeier und Patrick Kämpf kommen bei Betrachtung der Vorleistungen zwar für eine gute Platzierung, nicht jedoch für eine Medaille in Frage. Für sie gibt es andere Ziele. Mit einem Platz unter den ersten 25 Fahrern können sie Punkte in der NRW-Sichtung sammeln, über die eine Qualifikation für die Norddeutsche bzw. Deutsche Meisterschaft möglich ist.
Schüler (13.20 Uhr): In der U13, wo erstmals ein NRW-Titel vergeben wird, zählt Julian Rottman zu den Mitfavoriten. Der elfjährige fuhr am vorletzten Wochenende seinen ersten Saisonsieg ein. Luca Bröcher (U13) hat bei guter Tagesform Medaillenchancen. Theo Remmert, Jeremias Born (U13) und Alexander Strobl (U15) hoffen auf eine Platzierung.
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