25.07.2010 - Dominik Ivo siegt in Neuwied



Neuwied. Sieg für Dominik Ivo. Beim „Deichstadt-Cup“ in Neuwied hat der beste Radsportler des Kreises Olpe am Sonntag erstmals in dieser Saison alle Konkurrenten geschlagen und damit seine starken Ergebnisse der vergangenen beiden Monate gekrönt.

Die Freude von Dominik Ivo, nach drei Jahren mal wieder ganz oben zu stehen, war natürlich riesig. „Es war wichtig, mal wieder gewonnen zu haben. Das ist wichtiger, als alle Ranglisten“, brachte das Aushängeschild des TV Attendorn den Umstand auf den Punkt, dass nichts über das Prestige eines Sieges geht. Das hatte ihm gefehlt, auch wenn die Zeit seit 2007 keine erfolglose war. Schließlich gelangen jeweils problemlos die nötigen Platzierungen zum Klassenerhalt in der A-Klasse, welche die besten Amateure vereinigt. Keine Selbstverständlichkeit.

Angedeutet hatte sich der Erfolg schon lange. Die spektakulären Ergebnisse bei der Thrakien-Rundfahrt (Türkei) hatten Ivo an die Spitze der NRW-Rangliste der Amateure katapultiert, an der er den Vorsprung auch weiter ausbauen konnte. 177 Punkte hat der Grevenbrücker auf dem Konto. Björn Papstein vom SC Wiedenbrück, der erste Verfolger, gerade einmal 95. Beste Aussichten also, auch am Saisonende in zwei Monaten noch oben zu stehen. Auch wenn es hierfür weder Preise noch eine Ehrung gibt. „Diese Rangliste darf man nicht überbewerten. Aber wenn man schlecht ist, steht man da ganz sicher nicht oben“, kommentiert Ivo den Stellenwert der Wertung bei den Sportlern.

Kräftig gepunktet hatte Ivo zuletzt bei der Mainfranken-Tour (UCI-Kategorie 2.2) mit Platz sieben auf der ersten Etappe, Platz zwei beim großen Preis der Kieler Förde und am Samstag, einen Tag vor dem Sieg in Neuwied, als Dritter beim sehr schweren und angesehenen UNI-Radrennen in Wuppertal. Dort fuhr der 22-Jährige nach dem ersten Drittel des Rennens in einer zwölfköpfigen Spitzengruppe, aus der zwei Fahrer kurz vor dem Finale entwischten. Im Sprint der Verfolger setzte sich Ivo durch und dokumentierte einmal mehr seine Endschnelligkeit: „Die hatte ich eigentlich immer. Aber ich trainiere jetzt nicht mehr nur für die langen Dinger und habe deshalb mehr Spritzigkeit.“

Diese machte auch den Sieg in Neuwied möglich. Nach etwa 50 der 78 Kilometer lösten sich zwei Fahrer vom Feld, zu denen Ivo im Alleingang nachträglich aufschließen konnte, bevor er sich auf den Zielgeraden mit einem starken Antritt den goldenen Pokal sicherte.



Rasant den Uni-Hügel hinunter: Dominik Ivo wurde Dritter beim Rennen in Wuppertal.

Foto mit freundlicher Genehmigung von CoffeeRide Blog.


 
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