
Velbert. Eine Glanzvorstellung boten die Schülerfahrer des TV Attendorn
bei den Meisterschaften des Landesverbandes NRW im Bergzeitfahren.
Ausgetragen wurden diese im Bergischen Land in Velbert und bescherte den
Hansestädtern zwei Platzierungen. Der Finnentroper Luca Bröcher wurde
Zehnter und drittbester des Jahrgangs 1999, belohnte sich damit für die
Mühen des Trainings am Berg.
Noch schneller war Julian Rottmann,
ebenfalls noch dem jüngeren Jahrgang der U13 angehörig, der vor guter
Kulisse Silber gewann. Nur zehn Sekunden fehlten ihm in der Addition
nach zwei Läufen über 6,8 Kilometer auf den Sieger Luca-Felix Happke vom
PV Triathlon Witten. Dritter wurde der Neheimer Tim Brand, womit bei
der Siegerehrung exakt dasselbe Podium zusammen trat wie bei der
Straßen-LVM im Mai in Attendorn. Einen genauen Überblick über die Zeiten und Platzierungen gibt es im Tableau unten.
Schon am Sonntag zuvor hatte
Rottmann seine Fähigkeiten am Berg unter Beweis gestellt, als er im
pfälzischen Stelzenberg die zweite Auflage des „Saunawwelpreis“ souverän
gewann. Sieg Nummer Sechs in der laufenden Saison.

Das U13-Ergebnis des Bergzeitfahren in Velbert. Silber für den TV Attendorn!

Andere Gegner, andere Landschaft, bessere Atmosphäre: Die Rottmanns reisen gern nach Rheinland-Pfalz, diesmal nach Stelzenberg bei Kaiserslautern. Gelockt hatte auch die Mundpropaganda: "Da ist ein Berg drin." Die Strecke über 1,2 Kilometer ist schnell beschrieben: Eine Straße runter, die nächste wieder rauf, Ziel oben. Deshalb
kamen bereits in der U13 hauptsächlich die kleinen Bergflöhe und nicht
die Kraftprotze, dafür aber wieder reichlich Gäste aus Luxemburg und
Frankreich.

Runde 1 und Julian führt das Feld den Berg hoch. Noch wirklich weit bis zum Zielstrich, doch Julian schaut sich frech um und zieht noch mal kurz an. Passt. Julian lässt sich wieder ins Feld zurückfallen. Puuh, ob das gutgeht?

In Runde zwei das gleiche Spiel, diesmal aber mit Niklas Märkl im Schlepptau. Passt wieder, denn der Pfälzer Freund und Konkurrent konnte nicht mehr zusetzen. Dieses Spiel wiederholte sich im zusehends versprengten Feld auch die übrigen sechs Runden: Antritt zu Beginn des Berges, Loch reißen und gucken ob noch jemand kommt.

Freudestrahlend holte Julian alle Prämien- und Punktwertungen und fuhr, unangefochten vor Niklas Märkl und in geübter Siegerpose, seinen sechsten Saisonsieg ein.