
Attendorn. Nicht wie erhofft lief es für die Radsportler des TV Attendorn bei den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende.

Am besten erging es noch Handbiker Jörg Pieper (rechts), der für das „Sopur-Team“ bei den Deutschen Meisterschaften im Para-Cycling im badischen Elzach startete. Der querschnittsgelähmte Lichtringhauser fuhr am Samstag beim Bergzeitfahren auf den zwölften Rang. Besser lief es im Straßenrennen, wo Pieper in der Spitzengruppe dabei war und siebter wurde. „Am Samstag war es noch nicht das, wo ich hinwollte, aber das Ergebnis vom Sonntag ist OK für mich“, sagte Pieper, der ganz dicht dran war an den deutschen Vertretern der letzten Weltmeisterschaften und Paralympics.
Anders als gewohnt wurden die Handbiker im Titelrennen nicht in drei Divisionen aufgeteilt. Innerhalb seiner Klasse wurde Pieper inoffiziell Fünfter und Dritter. Warum ausgerechnet und ausschließlich bei Deutschen Meisterschaften die bewährte und sportlich fairere Klassenaufteilung aufgehoben wird, ist nicht nur Jörg Pieper ein Rätsel: „Das ist Schade. Das hat sich wahrscheinlich irgendjemand am Schreibtisch so ausgedacht, damit man nicht so viele Medaillen vergeben muss.“
Kampflos abgeben musste, weil aus privaten Gründen kein Start möglich war, das Tandem Matthias Rettler/Meinolf Kniep die im Vorjahr gewonnen Silber- und Bronzemedaillen.

Gesundheitliche Probleme machten Rennradfahrerin Jessika Eckhardt einen Strich durch die Rechnung. Bei der Deutschen Meisterschaft der Juniorinnen im pfälzischen Bundenthal musste die Oberelsperin aufgrund von Kreislaufproblemen aufgeben. Das Bild oben zeigt die ersten Meter durch Bundenthal, wo der TV Attendorn bereits zweimal sein Trainingslager durchgeführt hat. Unten ein Bild aus der zweiten Runde, im schweren Anstieg zwischen Rumbach und Nothweiler.
Bereits am vergangenen Sonntag ging in Erfurt die „Deutsche“ der U23 über die Bühne. Dominik Ivo (links) beendete das Rennen auf Position 53 zwar unter „ferner liefen“, hängte damit auf der Strecke des Klassikers „Rund um die Hainlaite“ aber noch deutlich mehr als die Hälfte des Feldes ab. Das 185 Kilometer lange Rennen war weniger auf endschnelle Fahrer wie Dominik Ivo zugeschnitten, sondern eher auf gute Kletterer. Auf der dritten von fünf kurzen Schlussrunden durch Erfurt, auf der jeweils ein 1,2 Kilometer langer und in der Spitze elf Prozent steiler Anstieg zu bewältigen war, musste der Grevenbrücker die Besten ziehen lassen.