04.04.2010 - Stefan Zelle beim "Absa Cape Epic" - ein Abenteuer


Südafrika, ein Land, das aufgrund der Fußball-WM in zwei Monaten in aller Munde sein wird. Dabei hat das Land am Kap der guten Hoffnung das erste sportliche Großereignis bereits hinter sich. Die Rede ist vom „Absa Cape Epic“, dem größten und schwersten Mountainbike-Rennen der Welt, dass es in Zweierteams zu absolvieren galt. Acht Etappen, 755 Kilometer, 14.000 Höhenmeter. Und mittendrin war einer vom TV Attendorn, Stefan Zelle. Er startete im Team mit Flemming Neumann aus Lemgo, einem Freund, den er aus der Triathlon-Bundesliga kennt.

Das Wort "Epic" trägt das Rennen nicht ohne Grund im Namen. Das Rennen ist bekannt für seine schönen Landschaftsbilder, es führt durch den Urwald, über karge Geröllpisten, an und über die schönsten Berge und Seen des Landes. Doch nicht nur deswegen ist es das meist übertragene Mountainbike-Rennen, sondern auch wegen der starken Besetzung.

Der Erfahrungsbericht von Stefan Zelle:

"Das Rennen war ein echter Härtetest für Körper und Seele und wir sind uns nicht immer sicher gewesen, ob wir das Ziel zusammen erreichen werden.

Nachdem ich am Freitag vor dem Start angekommen bin haben wir mit Spannung den ersten Startschuss am Sonntagmorgen herbeigesehnt. Das Vorhaben locker zu starten war dann leider viel zu schnell vergessen und so sind wir die erste Hälfte der ersten Etappe mit dem später siegreichen Damenteam gefahren und ich bin ziemlich daran zugrunde gegangen. Somit hieß es also für die ersten Etappen die Zähne zusammen beißen und überleben.

Während Etappe drei habe ich mich dann so langsam gefangen und wir konnten auch mal richtig Rennen fahren. Das relativ kurze Zeitfahren der fünften Etappe haben wir dann beide im Vollbesitz unserer Kräfte bestritten und konnten dort auch unsere beste Tagesplatzierung erreichen (55 im Männerfeld). In den folgenden beiden Tagen hatte dann Flemming sehr mit einem verdrehten Magen und sehr schmerzenden Knien zu kämpfen, so dass wir wieder etwas eingebremst waren. Die längste Etappe der Tour über 127 Kilometer hat uns somit am sechsten Tag auch 7:44 Stunden beschäftigt.

Am letzten der acht Tage hatten wir aber zum Glück dann beiden noch mal einen recht guten Tag, so dass wir das große Finale beide genießen konnten und mit viel Spaß und Speed ins Ziel Fliegen konnten. Insgesamt ist für uns ein Platz 179 im am Ende noch 440 Teams großen Starterfeld herausgekommen und wir sind einfach froh, dass wir die große Prüfung bestanden haben.

Bis auf einen einzigen Kettenriss sind wir von technischen Problemen verschont geblieben und haben viel während der Woche gelernt. Alles in allem kann man sagen, wir wollten Abenteuer und das ist es auch, was wir bekommen haben.

Eine Erfahrung die es mit den gesammelten Erfahrungen ganz bestimmt zu wiederholen gilt. Wenn auch nicht im nächsten Jahr."



Wohnen in der Zeltstadt - das Abenteuer "Absa Cape Epic" war ein paar Entbehrungen auf jeden Fall wert...



... und irgendwann wollen Stefan Zelle (l.) und Flemming Neumann zurück ans Kap der guten Hoffnung.
 
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