
Attendorn. Radsportlerin Jessika Eckhardt (im Bild vorne rechts) vom TV Attendorn macht
weiter mit starken Resultaten von sich reden und mischt kräftig in der
nationalen Spitze mit. So auch beim "Leo-Wirth-Straßenrennen" in
Merdingen (Breisgau), wo die Oberelsperin am Montag den vierten Platz
belegte. An einem der vielen Anstiege durch die Weinberge setzte sich
Eckhardt früh mit drei anderen Fahrerinnen entscheidend ab, musste aber
drei Kilometer vor dem Ziel ihre Fluchtgefährtinnen ziehen lassen und
erntete nach 48 Kilometern "nur" die Holzmedaille. "Trotzdem bin ich ganz zufrieden", sagte Jessika.
Mit Rang vier in der Gesamtwertung
der "Kleinen Friedensfahrt" in Thüringen verfehlte sie das Podest am
Wochenende zuvor ebenfalls denkbar knapp. Hier trug sie das Trikot der
Nationalauswahl auf ihren Schultern, dem sie mit ihrem starken Auftritt
auch gerecht wurde. Bei der bedeutendsten deutschen Rundfahrt für unter
17-jährige, bei der alles was Rang und Namen hat vertreten ist, fehlten
nach vier Etappen nur acht Sekunden zu Rang drei.
Die Grundlage
für den tollen Erfolg legte sie mit Platz vier im Bergzeitfahren, dass
sie mit knapp einer Minute Rückstand auf die später ausgeschiedene
Siegerin Lisa Fischer beendete. Schon nach dieser ersten Etappe
zeichnete sich ab, dass die vierköpfige Mannschaft des Bund Deutscher
Radfahrer (BDR) die Runfahrt dominieren würde, was sich bestätigte.
Eckhardt: "Die zweite Etappe war ein Straßenrennen in Waltershausen,
bei dem wir uns mit guter Zusammenarbeit die Führungstrikots weiter
sichern konnten."
Auf der abschließenden Königsetappe erreichte die
15-jährige mit der siebenköpfigen Spitzengruppe das Ziel, konnte aber
keinen Boden mehr gut machen. "Leider bin ich beim Sprint auf der
Zielgeraden in einen Sturz verwickelt worden, bin aber nach Fußmarsch
durchs Ziel noch zeitgleich gewertet worden", berichtete Jessika, die
mit dem BDR die Mannschaftswertung gewann.
Die Form scheint also zu
stimmen vor dem Saisonhöhepunkt, der Deutschen Meisterschaft, die in
zwei Wochen statt findet. Dennoch sollte man nicht zu viel erwarten,
denn wie vor Jahresfrist in Unna wird ihr das wenig anspruchsvolle
Streckenprofil im mecklenburgischen Parchim nicht die Gelegenheit
geben, ihre Stärken am Berg auszuspielen.