31.05.2009 - Jessika Vierte der Kleinen Friedensfahrt



Attendorn. Radsportlerin Jessika Eckhardt (im Bild vorne rechts) vom TV Attendorn macht weiter mit starken Resultaten von sich reden und mischt kräftig in der nationalen Spitze mit. So auch beim "Leo-Wirth-Straßenrennen" in Merdingen (Breisgau), wo die Oberelsperin am Montag den vierten Platz belegte. An einem der vielen Anstiege durch die Weinberge setzte sich Eckhardt früh mit drei anderen Fahrerinnen entscheidend ab, musste aber drei Kilometer vor dem Ziel ihre Fluchtgefährtinnen ziehen lassen und erntete nach 48 Kilometern "nur" die Holzmedaille. "Trotzdem bin ich ganz zufrieden", sagte Jessika.

Mit Rang vier in der Gesamtwertung der "Kleinen Friedensfahrt" in Thüringen verfehlte sie das Podest am Wochenende zuvor ebenfalls denkbar knapp. Hier trug sie das Trikot der Nationalauswahl auf ihren Schultern, dem sie mit ihrem starken Auftritt auch gerecht wurde. Bei der bedeutendsten deutschen Rundfahrt für unter 17-jährige, bei der alles was Rang und Namen hat vertreten ist, fehlten nach vier Etappen nur acht Sekunden zu Rang drei.

Die Grundlage für den tollen Erfolg legte sie mit Platz vier im Bergzeitfahren, dass sie mit knapp einer Minute Rückstand auf die später ausgeschiedene Siegerin Lisa Fischer beendete. Schon nach dieser ersten Etappe zeichnete sich ab, dass die vierköpfige Mannschaft des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die Runfahrt dominieren würde, was sich bestätigte. Eckhardt: "Die zweite Etappe war ein Straßenrennen in Waltershausen, bei dem wir uns mit guter Zusammenarbeit die Führungstrikots weiter sichern konnten."
Auf der abschließenden Königsetappe erreichte die 15-jährige mit der siebenköpfigen Spitzengruppe das Ziel, konnte aber keinen Boden mehr gut machen. "Leider bin ich beim Sprint auf der Zielgeraden in einen Sturz verwickelt worden, bin aber nach Fußmarsch durchs Ziel noch zeitgleich gewertet worden", berichtete Jessika, die mit dem BDR die Mannschaftswertung gewann.

Die Form scheint also zu stimmen vor dem Saisonhöhepunkt, der Deutschen Meisterschaft, die in zwei Wochen statt findet. Dennoch sollte man nicht zu viel erwarten, denn wie vor Jahresfrist in Unna wird ihr das wenig anspruchsvolle Streckenprofil im mecklenburgischen Parchim nicht die Gelegenheit geben, ihre Stärken am Berg auszuspielen.
 
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