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30.03.2009 - Sven Meyer: Der Goldschmied von Dänemark |
 Das gibt es auch nicht alle Tage: Auf der ersten Sportseite der Montagsausgabe der Westfalenpost, wo normalerweise die Spielberichte der Fußball-Bundesliga stehen, strahlten am 30. März die Trikots des TV Attendorn. Also für immerhin eine halbe Millionen Leser. Diese einmalige Publicity verdankt unsere Abteilung unserem Mitglied Sven Meyer, unter dessen Regie die dänischen Nationalmannschaft zwei Goldmedaillen bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Polen holte. Dazu herzlichen Glückwunsch, Sven! Hier der ganze Artikel (von Horst Friedrich Tuneke): Pruszkow. (wp) Sven Meyer vom TV Attendorn war
die Sensation der Rad-Weltmeisterschaft im polnischen Pruszkow. Der
Sauerländer studiert im vierten Semester Sportwissenschaft an der
Universität Frankfurt. Aber als Trainer ist er erfolgreich wie ein
alter Hase des Bahnradsports. Und er macht wenig Aufhebens davon. „Sven
hat sich bei uns nur per SMS gemeldet", berichtet seine in Plettenberg
wohnende Mutter Ulrike. 23 Jahre alt, rote Haare, freches
Gesicht und modische Schuhe („Chucks"): Die Rede ist nicht von einem
flippigen Teenager, sondern vom Goldschmied
des dänischen Bahnradsports. Gestatten, Sven Meyer - der Unbekannte aus
dem Sauerland hat den dänischen Bahn-Vierer bei der WM im polnischen
Pruszkow zur ersten Goldmedaille in der WM-Geschichte geführt. Auch im
50-km-Madison feierte „Danish Dynamite" durch Michael Morkov und Alex
Rasmussen einen grandiosen Triumph. „Der dänische
Bahnradsport ist ein schlafender Riese. Um die Zukunft ist mir nicht
bange. Wir haben noch starke Jungs in der Hinterhand", sagt Meyer,
dessen Vertrag mit Ende der Bahn-WM ausläuft. Die Verlängerung dürfte
nur Formsache sein. Vor drei Jahren war Meyer zum
Nationaltrainer Heiko Salzwedel gekommen und hatte nach einem Praktikum
gefragt. Der Jungspund mit dem Berufsziel Trainer durfte bleiben, und
als der Chef nach Olympia dem Lockruf aus Großbritannien folgte, stand
er in der Verantwortung. So durfte Meyer, der als Radfahrer für den TV
Attendorn keine Bäume ausgerissen hatte, das vollenden, was Salzwedel
verwehrt geblieben war. Michael Faerk Christensen, Casper
Jörgensen, Jens-Erik Madsen und Alex Rasmussen gewannen in 3:58,863
Minuten Gold. Der deutsche Vierer kam gute neun Sekunden - eine halbe
Ewigkeit auf der Bahn - später ins Ziel. So kann Meyer auch nur müde lächeln, wenn er sieht, was beim BDR mit den finanziellen Mitteln zustande kommt.
Sein Erfolgsrezept ist dabei ganz simpel. „Der Star ist die Mannschaft.
Wir sind alle Freunde. Unsere große Stärke ist der Zusammenhalt", sagt
Meyer. Im freiwilligen sozialen Jahr hatte Sven Meyer in
Attendorn Radsport an Schulen vermittelt. Nun hat der 23-Jährige
Weltmeister herausgebracht - eine unglaubliche Karriere.  Als Radsportler im Kreis seiner Freunde vom TV Attendorn feierte Sven Meyer keine tollen Erfolge. Dafür trumpfte er als Trainer bei der Weltmeisterschaft groß auf.
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