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28.06.2009 - Pechvogel Matthias |

Wetter. Während die Straßenfahrer des TV Attendorn am Wochenende ihre
Erfolge auf mehrere Orte verteilt einfuhren, traten die Mountainbiker
geschlossen beim „Ruhrbikefestival“ auf dem Hartkortberg in Wetter an.  Der
50 Kilometer lange, mit 1.370 Höhenmetern gespickte Marathon war für
800 Starter Anreiz und Herausforderung zugleich. Keine Sauerländer
Endlos-Anstiege und rasante Forstautobahnabfahrten, sondern ein Auf und
Ab mit ständig neuen fahrtechnischen Herausforderungen auf epischen
Singletrails, wie der Fachmann die schmalen Waldpfade nennt.
Flachstücke und Erholungspausen: Fehlanzeige. Die ambitionierten
Mountainbiker gaben mächtig Gas, aber auch den Gelegenheitsfahrern
zauberten die Trails ein Lächeln ins Gesicht. Sandra Rettler: „Die
Trails waren toll. Hätte mir nachher jemand die Strecke gezeigt, dann
hätte ich gesagt: Das bin ich bestimmt nicht gefahren.“ Die
Geschichte des Tages, nämlich die eines Pechvogels, schrieb ihr Ehemann
Matthias Rettler, der zunächst gut vorbereitet unter den ersten zehn
der Lizenzfahrer zu finden war. Irgendetwas scheint an der sandigen
Ruhrpotterde gegenüber dem heimischen Waldboden anders zu sein, denn
Rettler hatte insgesamt drei (!) Plattfüße, bevor ein Konkurrent auf
sein Rad stürzte und der daraus resultierende Schaltwerksdefekt ihn
endgültig zur vorzeitigen Aufgabe zwang.  Stattdessen fuhr
Katherina Gunkel (rechts) das Top-Ergebnis aus heimischer Sicht mit Rang drei
bei den Seniorinnen I ein. Ebenfalls sehr gut unterwegs waren Guido
Bendikowski mit Rang sechs bei den Senioren II und Frank Arens mit
Platz 18 bei den Senioren I. Sandra Rettler komplettierte die
Seniorinnen I auf Platz 14.
Alle Marathon-Ergebnisse im Überblick:
50 Kilometer (1370 Höhenmeter):
Senioren I: 18. Frank Arens 2:37,59 32. Axel Hellner 2:44,11 67. Jörg Buschmann 2:57,27
Senioren II: 6. Guido Bendikowski 2:29,53 132. Dietmar Rottmann 3:26,20
Seniorinnen I: 3. Katharina Gunkel 2:56,50 14. Sandra Schulte-Rettler 3:46,38
Direkt nach Zielschluß des Marathons starteten die Rennen des
Lexxi-MTB-Schülercups. Hier waren die Attendorner Luca Bröcher (rechts) und Julian Rottmann (oben) in der U11
vertreten. Schade war, dass die meisten Marathonis so geschafft waren, dass sie zu
den wirklich spanndenden und gut besetzten U13/U11 Rennen nicht mehr auf dem
Hartkortberg blieben. 
Der bisher anspruchsvollste Kurs des MTB-Cups führte die Kids über eine
2,5 Kilometer lange Runde des verkürzten CC-Kurses mit 80 Höhenmetern pro Runde. Single-Trails
und der rasante, mit Wurzelpassagen, Anliegern und künstlichen Drops gespickte Tretlager -Downhill waren ebenfalls enthalten und forderten dem
MTB-Nachwuchs fahrtechnisch alles ab. Drei Runden mit sieben Kilometern und ca. 220 Höhenmetern
(versetztes Start-/Ziel-Arreal) waren für die U11 zu absolvieren. Frank Rahl, Vater von Julians Hauptkonkurrent Pepe Rahl, formulierte es so: „Endlich mal ein richtiger MTB-Kurs!"
Direkt nach dem Start schoß die Spitzengruppe mit Pepe Rahl und Julian
davon, während Luca Bröcher durch den Sturz eines Mitbewerbers im Mittelfeld erst einmal gestoppt wurde und gleich einige Sekunden
verlor.
Nach vier Minuten bereits erschienen Julian, dem Pepe Rahl wie ein
Schatten folgte, am Wiesenhang oberhalb des Zieles. Beide hatten bereits knapp 40
Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten Leon Kaiser und das weitere Feld
herausgefahren. Auf Höhe der Ziellinie attackierte Pepe, konnte sich aber vor dem
folgenden Anstieg nicht an Julian vorbeischieben. Der nächste Angriff folgte im
Tretlager-Downhill, wo Pepe innen an Julian vorbeiging. Julian konterte direkt auf dem anschließenden
Singletrailanstieg und ging mit sechs Sekunden Vorsprung in die dritte und letzte Runde. Hier musste der für den MTB-Verband Deutschland und die DJK Grafschaft
startende Pepe Rahl dem hohen Tempo Tribut zollen (Schnitt 23,5 Stundenkilometer). Julian kam letztlich mit 34 Sekunden Vorsprung vor Pepe Rahl und 1:29
Minuten vor dem Dritten Leon Kaiser ins Ziel. Das Führungstrikot des Cups bleibt somit auch über die Sommerpause
in Attendorner Hand. Julian überglücklich nach dem Zieleinlauf: „JAA! Dieses Rennen wollte
ich unbedingt gewinnen!"
Teamkollege Luca Bröcher ließ sich durch den Startunfall nicht
beeindrucken und spulte dank guter Kondition ebenfalls konstante Rundenzeiten herunter, während die
Konkurrenz in der letzten Runde deutlich langsamer unterwegs war. Letztlich erreichte
Luca im 30-köpfigen Fahrerfeld (+ 10 Fahrerinnen) einen guten 14. Rang. 
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