Attendorn. Fünfter Saisonsieg für Tanja Hennes: Die Radsportlerin
des TV Attendorn ließ am Sonntag der Konkurrenz beim
„Fünf-Türme-Radrennen“ keine Chance und hatte nur einen Tag nach der
großen WDR 2-Sause in Attendorn erneut Grund zum Feiern. Nachdem sie
bereits sämtliche Durchfahrtsprämien abräumen konnte, gewann sie nach
41 Kilometern auch den Schlußspurt des 30 Frauen umfassenden Feldes vor
Nicole Markenbeck (RSV Münster) und Julia Fehring (Sturm Hombruch).
Deutlich
im Aufwind, und das ist vielleicht bemerkenswerter als der Erfolg der
seit Jahren auf höchstem Niveau fahrenden Hennes, ist die derzeitige
Entwicklung ihres Vereinskollegen Dominik Ivo. Er befindet sich durch seinen
Wechsel zur Krefelder EGN-Mannschaft, für die er seine Rennen in der
U23-Bundesliga bestreitet, deutlichen im Aufwind. Schon im Mai
machte Ivo mit drei Platzierungen unter den ersten zehn den
Klassenerhalt in der A-Elite, der höchsten Amateurklasse, perfekt. Sein bestes Resultat war dabei ein zehnter Platz bei der U23-Weltcup-Rundfahrt "Tour de Berlin". Nach
fast zwei Jahren Abstinenz auf dem Siegertreppchen hat er in den
letzten Wochen, wenn auch bislang nicht auf der höchsten Stufe, nun
auch dort wieder einen Stammplatz inne. Auf Platz drei bei der „Kette
von Fröndenberg“ und Rang zwei beim „Lambert Gombert-Gedächtnisrennen“
in Ahlen ließ der 21-jährige am Wochenende beim „Abendkriterium um den
Neheimer Dom“ erneut Platz drei folgen.
Das Rennen ist schnell
erzählt: Schon nach zwei der sechzig Runden auf dem flachen
Innenstadt-Kurs machten sich drei Ausreißer auf und davon, zu denen
Dominik Ivo als einziger Fahrer des Feldes durch eine starke
Alleinfahrt noch aufschließen konnte. Die nun vierköpfige Spitzengruppe
blieb bis zum Schluss vorne, doch im Schlussspurt blieb Ivo hinter
David Dudek (RSV Gütersloh) und Michael Brehe (RSV Bochum) nur Platz
drei. Vierter wurde mit Marc Mensebach (Wildewiese) ebenfalls ein
Fahrer aus der Region. „Das Ding musste ich gewinnen, ich war der
stärkste Fahrer in der Gruppe“, haderte Ivo mit sich, und erklärte:
„Ich habe mich in der Zielkurve überrumpeln lassen, als die beiden
anderen außen vorbeigeschossen sind. Auf der kurzen Zielgerade war dann
nichts mehr zu machen.“
Auch zwei Tage später lief es für den
Grevenbrücker im Sprint nicht wie geplant. Beim Bundesliga-Rennen
Cottbus-Görlitz-Cottbus war Ivo im Massensprint zu früh im Wind und
schloss den Ost-Klassiker auf einem dennoch respektablem 22. Platz ab.
Distanz des Rennens: 173 Kilometer. Für Ivo kein Problem: „Diese
Distanzen machen mir mittlerweile nichts mehr.“
In einem chaotischen Nachwuchsrennen wussten auch Patrick Kämpf (U15/links) und Jeremias Born (U13/rechts) bei Überquerung der Ziellinie nicht so genau, auf welchem Platz sie denn nun gelandet waren. Bei vier Rennklassen auf der Strecke hatte der Wettkampfausschuss alle Mühe, den Überblick zu bewahren. Erstmals mit im Zielbus: Tanja Hennes. Unsere sportliche Leiterin will demnächst des öfteren als Kampfrichterin arbeiten.
Während ein internationales Expertenteam damit beschäftigt war, den Sauerländer Dom wieder ins Lot zu bringen, baute die vierköpfige Spitzengruppe um Dominik Ivo (Team EGN/rechts) ihren Vorsprung auf das Hauptfeld kontinuierlich aus. Im Finale (Bild unten), das schon in der Dämmerung stattfand, hatte jedoch der Gütersloher David Dudek die Nase vorn. Dominik ärgerte sich über Platz drei.