26.06.2009 - Dominik Ivo im Aufwind



Attendorn. Fünfter Saisonsieg für Tanja Hennes: Die Radsportlerin des TV Attendorn ließ am Sonntag der Konkurrenz beim „Fünf-Türme-Radrennen“ keine Chance und hatte nur einen Tag nach der großen WDR 2-Sause in Attendorn erneut Grund zum Feiern. Nachdem sie bereits sämtliche Durchfahrtsprämien abräumen konnte, gewann sie nach 41 Kilometern auch den Schlußspurt des 30 Frauen umfassenden Feldes vor Nicole Markenbeck (RSV Münster) und Julia Fehring (Sturm Hombruch).

Deutlich im Aufwind, und das ist vielleicht bemerkenswerter als der Erfolg der seit Jahren auf höchstem Niveau fahrenden Hennes, ist die derzeitige Entwicklung ihres Vereinskollegen Dominik Ivo. Er befindet sich durch seinen Wechsel zur Krefelder EGN-Mannschaft, für die er seine Rennen in der U23-Bundesliga bestreitet, deutlichen im Aufwind. Schon im Mai machte Ivo mit drei Platzierungen unter den ersten zehn den Klassenerhalt in der A-Elite, der höchsten Amateurklasse, perfekt. Sein bestes Resultat war dabei ein zehnter Platz bei der U23-Weltcup-Rundfahrt "Tour de Berlin". Nach fast zwei Jahren Abstinenz auf dem Siegertreppchen hat er in den letzten Wochen, wenn auch bislang nicht auf der höchsten Stufe, nun auch dort wieder einen Stammplatz inne. Auf Platz drei bei der „Kette von Fröndenberg“ und Rang zwei beim „Lambert Gombert-Gedächtnisrennen“ in Ahlen ließ der 21-jährige am Wochenende beim „Abendkriterium um den Neheimer Dom“ erneut Platz drei folgen.

Das Rennen ist schnell erzählt: Schon nach zwei der sechzig Runden auf dem flachen Innenstadt-Kurs machten sich drei Ausreißer auf und davon, zu denen Dominik Ivo als einziger Fahrer des Feldes durch eine starke Alleinfahrt noch aufschließen konnte. Die nun vierköpfige Spitzengruppe blieb bis zum Schluss vorne, doch im Schlussspurt blieb Ivo hinter David Dudek (RSV Gütersloh) und Michael Brehe (RSV Bochum) nur Platz drei. Vierter wurde mit Marc Mensebach (Wildewiese) ebenfalls ein Fahrer aus der Region.
„Das Ding musste ich gewinnen, ich war der stärkste Fahrer in der Gruppe“, haderte Ivo mit sich, und erklärte: „Ich habe mich in der Zielkurve überrumpeln lassen, als die beiden anderen außen vorbeigeschossen sind. Auf der kurzen Zielgerade war dann nichts mehr zu machen.“

Auch zwei Tage später lief es für den Grevenbrücker im Sprint nicht wie geplant. Beim Bundesliga-Rennen Cottbus-Görlitz-Cottbus war Ivo im Massensprint zu früh im Wind und schloss den Ost-Klassiker auf einem dennoch respektablem 22. Platz ab. Distanz des Rennens: 173 Kilometer. Für Ivo kein Problem: „Diese Distanzen machen mir mittlerweile nichts mehr.“
 
           

In einem chaotischen Nachwuchsrennen wussten auch Patrick Kämpf (U15/links) und Jeremias Born (U13/rechts) bei Überquerung der Ziellinie nicht so genau, auf welchem Platz sie denn nun gelandet waren. Bei vier Rennklassen auf der Strecke hatte der Wettkampfausschuss alle Mühe, den Überblick zu bewahren. Erstmals mit im Zielbus: Tanja Hennes. Unsere sportliche Leiterin will demnächst des öfteren als Kampfrichterin arbeiten.

           

Während ein internationales Expertenteam damit beschäftigt war, den Sauerländer Dom wieder ins Lot zu bringen, baute die vierköpfige Spitzengruppe um Dominik Ivo (Team EGN/rechts) ihren Vorsprung auf das Hauptfeld kontinuierlich aus. Im Finale (Bild unten), das schon in der Dämmerung stattfand, hatte jedoch der Gütersloher David Dudek die Nase vorn. Dominik ärgerte sich über Platz drei.


 
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