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21.06.2009 - Jörg weiter im Höhenflug |

Stuttgart. Der Höhenflug von Handbiker Jörg Pieper hält an. Am Sonntag fuhr der Lichtringhauser beim "Stuttgarter-Zeitung-Lauf" seinen zweiten Saisonsieg ein und übernahm damit die Führung in der "National Handbike Circuit" (NHC), einer Rennserie, weche fünf der wichtigsten Handbike-Rennen einschließt.
Der Triumph in Stuttgart belohnte Piepers erneut offensive Fahrweise. "Einer der Kniebiker (Klasse der weniger stark gehandicapten) hatte attackiert. Weil alle anderen sich nur angeguckt haben, bin ich einfach losgefahren, um zu sehen, was passiert", schilderte der 43-jährige die Situation, die sich am Ende als vorentscheidend herausstellen sollte. Vorentscheidend deshalb, weil sich die Verfolger erst bei der Nachführarbeit einig wurden, als das Führungsduo längst über alle Berge war. Weil sein Fluchtgefährte einer anderen Kategorie angehörte, gewann Pieper den Halbmarathon am Ende locker in 40:31 Minuten.
Eine Woche zuvor war der Fahrer des "Otto Bock-Teams" wieder international unterwegs und legte auch in Oensingen (Schweiz) bei den Wertungsrennen zur EHC, dem europäischen Pendant zur NHC, beachtliche Rennen hin. So belegte er im Zeitfahren Platz 13 und steigerte sich einen Tag später im Straßenrennen über 70 Kilometer auf den zehnten Platz, direkt hinter dem Schweizer Paralympics-Sieger Heinz Frei.
In Lorsch, Elzach und Heidelberg stehen an den beiden kommenden Wochenenden bereits die drei nächsten wichtigen Rennen an. "Heidelberg wird der Kracher", prophezeit Pieper, weil die Hanbike-Elite dort bis kurz vor Schluss kooperieren will, um den Weltrekord auf der Marathon-Distanz zu knacken. Auch er selbst rechnet sich Chancen aus. Pieper: "Es ist immer noch Luft nach oben. Und Stuttgart hat noch eine Ecke mehr Selbstvertrauen gegeben."
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