11.07.2009 - Jessika zweimal neunte bei der Bahn-DM
Erfurt. Mit zwei neunten Plätzen fügte Jessika Eckhardt bei den 123. Deutschen Bahnradmeisterschaften in Erfurt am Wochenende zwei weitere Top-Ergebnisse ihrer Saisonbilanz hinzu.

Sowohl in der Einerverfolgung über 2000 Meter als auch im Punktefahren konnte sich das Talent des TV Attendorn im vorderen Teil des mit 25 Fahrerinnen besetzten Feldes behaupten und sich gegenüber dem Vorjahr erneut steigern. "Es ist richtig gut gelaufen, mit beiden Ergebnissen bin ich super zufrieden", strahlte die Oberelsperin, die ja nicht gerade als Bahnspezialistin bekannt ist. Ein Trainingswochenende mit dem Team des Landesverband und sporadische Ausflüge auf die Bahn in Köln mussten als Vorbereitung genügen. "Ständig nach Köln zu fahren ist natürlich nicht drin", bedauert die Oberelsperin das Fehlen einer Radbahn in unserer Region, was wohl auch erklärt, warum sie als einzige Person überhaupt Südwestfalen bei den Titelkämpfen vertrat. Besser hat es da die Konkurrenz aus den Radsport-Hochburgen, vornehmlich in den neuen Bundesländern. Eckhardt: "Die trainieren zweimal pro Woche auf der Bahn."

Dennoch schlug sich die 16-jährige auf der funkelnagelneuen, 250 Meter langen Beton-Bahn "Andreasried" achtbar und gewann ihren Lauf in der Einerverfolgung gegen die Brandenburgerin Susanne Lokmani deutlich. Die Uhr stoppte nach 2000 Metern bei 2:51,192 Minuten, was Rang neun bedeutete. Zum Finale der besten vier fehlten drei Sekunden.

Im von Beginn an schnellen Punkterennen machte Eckhardt das gleiche Problem wie bei den Massensprints auf der Straße zu schaffen: "Ich war meistens eingeklemmt und habe keine Lücke gefunden." Bei der vierten der sechs Sprintwertungen biss sie jedoch zu, holte Platz drei und die für den neunten Platz reichenden zwei Punkte. Auf die Runde ging Eckhardt einmal, was jedoch, wie bei den Attacken der restlichen Fahrerinnen, nicht von Erfolg gekrönt war.

Ihre nächsten Bahnrennen bestreitet Eckhardt in drei Wochen bei den Bundes-Sichtungsrennen in Köln-Müngersdorf.
 
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