Dortmund. Für die Radsportler des TV Attendorn erwies sich Dortmund am vergangenen Wochenende als gutes Pflaster. Angeführt von der sportlichen Leiterin Tanja Hennes (Bild oben), die am Sonntag beim „Großen Preis der Sparkasse“ in Hombruch nach 43 Kilometern den Sieg im Frauenrennen einfuhr, gab es in der Westfalen-Metropole reichlich gute Ergebnisse. A-Elite-Fahrer Dominik Ivo fuhr im als Kriterium ausgefahrenen Hauptrennen den sechsten Platz ein und bestätigte diesen im später ausgetragenen Derny-Rennen. Kurz vor seinem Start konnte der Grevenbrücker noch den vierten Saisonsieg von Luca Bröcher beklatschen, der das Rennen der U11 dominierte.
Bereits am Samstag schlug Schülerfahrer Patrick Kämpf beim „55. Rad-Championat“ im Stadtteil Brackel zu. Der Dünscheder bestätigte seinen Aufwärtstrend und fuhr nach 40 Kilometern mit Platz sieben die erste Saisonplatzierung und den Lohn für großen Trainingsfleiß ein.
Julian Rottmann (U11) gewann am Samstag ein Kriterium in Schwarzenholz (Saarland) und am Sonntag bei einem MTB-Rennen in Hagen. Hier der Bericht von Dietmar Rottmann in Bildern:
Bereits am Samstag hatte Julian die Trikotfarben des TV im saarländischen Schwarzenholz vertreten (Papa Dietmar Rottmann musste am Freitag beruflich in die Pfalz....).
Beim "Kathrin-Schulze-Kriterium" des austragenden "SRC Spanische Bergziege Schwarzenholz" traf Julian auf starke Konkurrenz aus Luxemburg und Bayern. Dominik Uhlig (SV Eintracht Oberdietfurt), mit 15 Saisonerfolgen einer der erfolgreichsten U11-Fahrer der Saison, brannte darauf, sich für seine Niederlagen in Weilburg und Bellheim zu revanchieren.
"Der ist Gut", kommentierte ein Helfer des SRC Schwarzenholz unaufgefordert das Erscheinen von Tristan Parrotta (UC Dippach) aus dem benachbarten Luxemburg. Damit goß er Öl ins Feuer, denn Dominik Uhlig und Julian spekulierten bereits eine Stunde vor dem Start über die Qualitäten des mit Carbonlaufrädern auflaufenden Parrotta.
Am Start das aus NRW gewohnte Bild: Julian führte das Feld in die erste Kurve. Eine Spitzengruppe aus Dominik Uhlig, Tristan Parrotta und Julian sowie Michelle Messinger kam aus der ersten Runde zurück.
In der folgenden Wertungsrunde kam es zum Dreikampf zwischen Dominik, Tristan und Julian, den Julian knapp für sich entscheiden konnte. Klug hielt sich Julian in der dritten Runde zurück und gab die Führung ab, um als Erster den Sprint zur zweiten Wertung anzufahren, den er mit gut zwei Radlängen Vorsprung ebenfalls gewann.
Verwunderung beim Kommentator nach der fünften Runde: Julian fuhr mit Riesenvorsprung über die Ziellinie. Die Konkurrenz musste dem hohen Tempo auf dem 1,1 Kilometer langen Rundkurs Tribut zollen. So konnte Julian nach sechs Runden jubelnd seinen 20. Saisonerfolg auf der Straße erzielen.
Mit der Idealzahl von 20 Punkten entschied Julian das Kriterium vor Dominik Uhlig und Tristan Parrotta (je 9 Punkte) für sich. Leider erschien Tristan Parrotta trotz Aufruf noch nicht einmal zur Siegerehrung. Schade!
Während sein Teamkollege Luca Bröcher in Dortmund seinen vierten Saisonsieg einfuhr, brachte Julian bei den Mountainbike-Tagen des Hagener MTB-Vereins "Zee Aylienz" am Sonntag seinen fünften Erfolg im Lexxi-Schüler-Cup nach Hause.
Nachdem tags zuvor noch die Marathonbiker beim 2- bzw. 3-Stunden Rennen CrossCountry-Luft schnuppern konnten, gehörte das Areal im Fleyer Wald, zwischen Fernuni und Polizeipräsidium gelegen, am Samstag den Lizenz- und Hobbybikern des SKS- und Lexxi-NRW-Cups.
Auf dem leicht entschärftem und etwa 4,5 Kilometer langen CC-Kurs gab es viele erdige Trails, aber auch etliche Höhenmeter zu absolvieren. Schon der 300 Meter lange Start auf der Asphaltstraße hatte davon einige zu bieten.
Leider blieb Pepe Rahl vom MTBvD, der Zweitplatzierte der Gesamtwertung und Julians Dauerkonkurrent um den Sieg, der Veranstaltung fern. Aber 25 andere Kids brannten darauf, Julian als Gelegenheits-Mountainbiker den Sieg streitig zu machen. Mit einem Top-Start bog Julian mit knappem Vorsprung als Führender ins Gelände ein.
Nachdem Jannik Sokoll, der erste Verfolger, im Trail kurz zu Boden ging (Julian: "Da war auf einmal ein Loch hinter mir") konnte der jüngste Mountainbiker unseres Vereins den Sieg komfortabel nach Hause fahren. Im Ziel wurde er für sein Erscheinen ausdrücklich gelobt: "Julian hätte heute in Hombruch auch Straßenrennen fahren können", würdigte der Kommentator das Kommen des Cupführenden.
Nur die Siegerzeit fiel aus dem Rahmen: Mit 10:35 Minuten und einem Schnitt von über 25 Stundenkilometern absolvierte Julian die Runde um gut drei Minuten schneller als prognostiziert.