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13.07.2008 - TV Attendorn trumpft in Saalhausen auf |

Saalhausen. Das Wetter hat in diesem Jahr nicht mitgespielt beim Mountainbike-Rennen in Saalhausen. So hätte das Wochenend-Spektakel auch „Bike- und Schlamm-" statt „Bike- und Fun-Festival" heißen können. Die
absehbar schlechten Verhältnisse mögen auch ein Grund gewesen sein,
weshalb die Teilnehmerzahl etwas unter den Hoffnungen des Ausrichters
„Shark Attack" blieb. Dennoch hatte die Traditionsveranstaltung mit
fast 1300 Startern in den Bundesliga-Rennen, den Wertungsläufen um den
NRW-Cup und den Marathons eine neue Dimension erreicht und den
Saalhausenern eine neue Rekordbeteiligung beschert. Neben dem
morastigen Untergrund machten giftige und lange Anstiege und
anspruchsvolle Abfahrten den Pedalrittern das Leben in den Wäldern rund
um den Luftkurort schwer. Die Strecke führte immer wieder über enge,
unebene Pfade auf oft felsigem und mit dicken Wurzeln durchsetztem
Untergrund. An einigen Stellen musste das Rad sogar geschoben oder
getragen werden. Vor allem der „Sparkassen-Downhill", den es auf der
Marathon-Strecke hinauf statt hinab ging, forderte die Athleten bis an
die Schmerzgrenze und wurde von einigen schon als übertriebene
Schwierigkeit empfunden.Jeder
der knapp 100 Wagemutigen, die über die 102 Kilometer starteten, konnte
sich im Ziel wie ein Held feiern lassen. Der schnellste von ihnen war
Ralph Berner (Team Votec) aus Erbach im Odenwald, der nach 4:34,06
Stunden das Ziel erreichte. Er hatte am Ende 3600 Höhenmeter in den
Beinen. So viel, wie zwölf Mal von Altenhundem zur Hohen Bracht hoch -
nur eben unter den geschilderten Streckenverhältnissen. „Der Kurs hatte
es schon in sich. Mit sowas hätte ich eher in den Alpen als im
Sauerland gerechnet", so Ralph Berner, der das Ziel zwar völlig
erschöpft, aber glücklich erreicht hatte. Mehr als drei Stunden nach
ihm erreichte nach sieben Stunden und 48 Minuten auch der letzte Fahrer
das Ziel. Auf der Mittelstrecke über 55 Kilometer (1600 Höhenmeter) erreichte Henning Rettler
vom TV Attendorn nach 2:55 Stunden mit 28 Minuten Rückstand auf den
schnellsten (Daniel Eiermann, Votec Racing Team) als bester heimischer
Fahrer das Ziel. Ein platter Reifen und eine Fehlleitung verhinderten
eine bessere Zeit. Das gleiche Pech hatte sein Vereinskollege Georg
Drixelius, der aber noch fünfter der Seniorenklasse III wurde. Simone
Berei als fünfte der Seniorinnen I komplettierte das gute Ergebnis des
TV Attendorn. Wie alle Starter war die Attendornerin im Ziel
fast bis zur Unkenntlichkeit verdreckt (siehe Bildervergleich rechts),
konnte sich aber nach dem Duschen mit einer Portion der Nudeln stärken.
Nicht weniger als 100 Kilogramm standen für die Marathonfahrer bereit.
Im Funmarathon über 33 Kilometer war Jens Dümpelmann (Shark Attack Saalhausen) aus Welschen Ennest als elfter bester Fahrer aus dem Kreis Olpe.In
den kürzeren, aber intensiveren Cross-Country-Rennen, in denen es auch
im Punkte im NRW-Cup ging, sorgte Jessika Eckhardt für das
herausragende Resultat aus heimischer Sicht. Die Oberelsperin vom TV
Attendorn stand eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft als dritte
der weiblichen Jugend hinter zwei älteren Bundesliga-Konkurrentinnen
auf dem Siegertreppchen. „Das ist in Ordnung, weil ich ja noch im
ersten Jahr bin. Und nach den letzten Wochen mit der Deutschen
Straßenmeisterschaft, der internationalen Südpfalz-Tour und der
Mountainbike-Bundesliga war ich auch etwas müde", so Jessika Eckhardt.
Julian Rottmann wurde in der U11 ebenfalls dritter. Für die guten Ergebnisse in den Hobby-Klassen war wieder Shark Attack
zuständig. Hier triumphierte Mario Reichling bei den Herren, während
Nico Schellenberg (Jugend) und Luisa Möser (Juniorinnen) sich jeweils
über den zweiten Platz freuen konnten. Für Abwechslung
während der Zielankunft der Marathon-Fahrer sorgte der
Bundesliga-Sprint, bei dem die Männer mit den schnellen Beinen über den
Rundkurs am Sportplatz und einen Parcours rasten. Im Modus des
Langlauf-Sprints setzte sich der Freiburger Milatz Moritz durch. Der
neue Wettbewerb begeisterte nicht nur den an der Strecke stehenden
Bürgermeister Alfons Heimes. Auch für das kommende Jahr ist wieder ein Radsportfest garantiert. Thorsten Kathol: „Auch 2009 gastiert die Bundesliga in Saalhausen."

Das riesige Feld wartet gespannt auf den Start des MTB-Marathons und ärgerten sich über den Regen....

... nur dieser Fahrer war dafür gerüstet. Kurz danach....

... setzte er sich wie alle anderen Fahrer in Bewegung. Simone Berei war dabei....

... und auch Georg Drixelius. Aber schon nach der Einführungsrunde....

... war die schöne Radbekleidung besudelt. Aber es wurde noch schlimmer....

... schon bald bedeckte ein feste Schlammkruste die Leiber der Mountainbiker. Dazu kamen....

... diverse schwere Anstiege. Auch den Tracto-Downhill ging es hinauf. Hier...

... stand den Fahrern die Erschöpfung bereits ins Gesicht geschrieben...

... und auch Georg musste schieben...

... aber die Schuhe waren eh schon ruiniert. Wenig besser ging es den Fahrern auf der Sprintstrecke...

... die im Parcours immer wieder "kreiseln" mussten...

... Jessika wurde dabei nicht schwindelig. Sie fuhr auf Platz drei und hat jetzt einen Lieblings-Pflasterstein.
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