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30.10.2006 - Per Armkraft 10.000 km durch Deutschland |
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Handbiker Jörg Pieper vom TV Attendorn blickt zufrieden auf die vergangene Saison zurück. Sowohl im Training als auch in den Wettkämpfen waren für den seit drei Jahren querschnittsgelähmten Lichtringhausener deutliche Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Dies verdankt er vor allem gesteigerten Trainingsumfängen und der Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln, von der er seine Trainingspläne bezieht.
In diesem Jahr absolvierte Pieper fast 10.000 km: Er trainierte 6995 km auf der Straße und 2152 km bei schlechtem Wetter auf der "Rolle" im Haus. Bei seinen 7 Marathons und weiteren Rennen fuhr er zusätzlich 377 km. Bei allen Wettkämpfen verbesserte er sich - verglichen mit dem Vorjahr - erheblich in der Zeit. Beim Köln-Marathon Anfang Oktober stellte er mit 1:15:43 Stunden seine neue persönliche Bestzeit auf und erreichte mit Platz drei erstmals einen Medaillenplatz. "Unter normalen Umständen wäre ich vielleicht noch schneller gewesen, aber beim Marathon in Berlin kam ich beim Start nicht weg und in Frankfurt hatte ich mich verfahren. Es fehlte jeweils nicht viel." In der Gesamtwertung der sechs Marathons umfassenden "City-Trophy" belegte er am Ende Platz fünf und war bei jedem Rennen unter den ersten Zehn platziert. Bei der deutschen Meisterschaft in Bünde wurde er in der B-Klasse, die den Grad der Lähmung angibt, sowohl im Zeitfahren als auch im Einzelrennen siebter. Seit diesem Jahr fährt Pieper für den TV Klein-Wiedenest, zusammen mit Sportlern aus dem Raum Gummersbach und dem Siegerland. "Alleine macht der Sport nicht so viel Freude, deswegen habe ich gewechselt.", begründet Pieper. Mitglied im TV Attendorn will er aber trotzdem bleiben. Für das kommende Jahr hat sich Pieper noch mehr vorgenommen. Durch Verbesserungen der Sitzposition, des Radgewichtes und der Rennstrategie will er bei den besten Handbikern mitfahren. "Mein Handbike hatte einen zu hohen Schwerpunkt, weshalb ich nicht so schnell in die Kurven fahren konnte wie die anderen. Das lasse ich korrigieren.", sagt Pieper. Auch bei der Renntaktik und Kräfteeinteilung sieht er noch Steigerungsbedarf: "In Bonn bin ich in einer Gruppe von 5 Fahrern fast die ganze Zeit vorne im Wind gewesen. Kurz vor dem Zielstrich sind sie dann, entgegen dem Ehrenkodex, alle vorbeigefahren. Auch bei den anderen Rennen habe ich oft zu früh Kräfte gelassen und konnte nicht mehr gut sprinten. Da will ich cleverer werden."
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