23.07.2006 - TVA-Nachwuchs hat keine Sommerferien

„Du musst so lange auf das Glück einprügeln, bis es sich auf deine Seite neigt“. Dies ist das Motto des deutschen Radprofis Jens Voigt, der mit seiner aggressiven Fahrweise Jahr für Jahr bei der Tour de France für Furore sorgt.

Ganz ähnlich hält es Juniorenfahrer Dominik Ivo vom TV Attendorn. Bei seinen Rennen geht er Woche für Woche in die Offensive. Nach zahlreichen guten Platzierungen wurde er jetzt endlich mit dem ersten Saisonsieg belohnt. Beim Rennen „Rund in Rheinbach“ am Sonntag vor zwei Wochen triumphierte er nach 53 km im Sprint einer sechsköpfigen Spitzengruppe. „Das Rennen war von Beginn an von Attacken geprägt“, schilderte Ivo den Beginn des Rennens. Schließlich setzten sich drei Fahrer vom Feld ab, zu denen später drei weitere Fahrer, darunter auch Ivo, aufschließen konnten. Obwohl sich die Spitzengruppe nicht einig war, blieb sie bis zum Schluss zusammen.  Auf der Zielgeraden befand sich Ivo in einer ungünstigen Situation. Obwohl er den Schlussspurt von vorne eröffnen musste, gelang es keinem seiner Konkurrenten ihn aus dem Windschatten zu überholen.

„Schon am Samstag hatte ich gute Beine, aber gegen die Überzahl des König-Pilsener-Teams war ich chancenlos.“ Deshalb kam der Grevenbrücker beim 42 km langen Rennen „Rund in Wuppertal-Langerfeld“ nicht über Rang sechs hinaus.

Besser lief es eine Woche später beim „Preis der Sparkasse in Heinsberg-Oberbruch“. Auch hier suchte Ivo sein Heil immer wieder in der Flucht, blieb dabei jedoch wie alle anderen Fahrer erfolglos. Im Massensprint nach 49 km verpasste er den Sprung aufs Podest nur knapp und wurde vierter. Während in früheren Jahren das Sprinten eher zu seinen Schwächen zählte, kann er nun - dank hartem Training - auch in diesem Bereich mit den besten Fahrern mithalten. Am vergangenen Sonntag schaffte er abermals eine Platzierung. Beim Rennen um den „Erftpokal von Quadrath“ (bei Bergheim) belegte er Platz sechs. Den Sieg machte eine dreiköpfige Spitzengruppe unter sich aus, während der Juniorenfahrer in der ebenfalls dreiköpfigen Verfolgergruppe keine Kraft mehr für den Sprint hatte, da er zuvor mehrfach mit aller Macht versucht hatte, das Spitzentrio noch einzuholen.

Andere Nachwuchsfahrer des TV Attendorn legten sich ebenfalls in den letzten Wochen mächtig ins Zeug. Der Erfolg waren einige Platzierungen: Felix Terschlüsen kam als drittbester Fahrer der U 17 in Rheinbach aufs Podest. An der 3 Etappenfahrt im hessischen Weilburg platzierten sich Christopher Wehmeier (U13) und  Dominik Hennes ( U15) jeweils auf den Plätzen 10 und 9. Ein Rundstreckenrennen, ein Bergzeitfahren und ein Straßenrennen forderten die jungen Fahrer bei hochsommerlichen Temperaturen.

 
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