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Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
28.06.2009 - Fünf Türme, Fünf Siege
Florian Runte - Sonntag, 28. Juni 2009
Borken. Fünfter Saisonsieg für Tanja Hennes: Die Radsportlerin des TV Attendorn ließ am Sonntag der Konkurrenz beim Fünf-Türme-Radrennen keine Chance und hatte nur einen Tag nach der großen WDR 2-Sause in Attendorn wieder Grund zum Feiern.Nachdem sie bereits sämtliche Durchfahrtsprämien abräumen konnte, gewann sie nach 41 Kilometern auch den Schlußspurt des 30 Frauen großen Feldes vor Nicole Markenbeck (RSV Münster) und Julia Fehring (Sturm Hombruch).
Berichte und Photos - Berichte und Photos - Jahr 2009
09.08.2009 - Bei Simone Berei war nur der Lampen-Akku leer
Florian Runte - Donnerstag, 13. August 2009
Attendorn/Duisburg. Mit dem Mountainbike durch den Eiskanal, Straßenrennen trotz Sattelbruch (http://www.radsport-tva.de/Berichte-und-Photos-Jahr-2005/11.05.2005-Die-ohne-Sattel-startet.html) und jährliche Alpenüberquerungen (http://www.radsport-tva.de/Berichte-und-Photos-Jahr-2004/04.09.2004-Alpenpasse-fur-Simone-Berei-ein-Vergnuegen.html) - von Simone Berei, Rad- und Leistungssportlerin im Trikot des TV Attendorn ist man so einiges gewohnt. Mit einer Gesamtleistung von 331 Kilometern auf dem Mountainbike beim 24-Stunden-Rennen im Landschaftspark Duisburg ergänzte die 31-Jährige diese Reihe von Extremleistungen um einen weiteren Punkt. In der Frauenwertung belegte sie damit den dritten Platz, doch was zählt, ist die Herausforderung.Schon die Vorbereitung für so einen „Tagesausflug” ist spannend. Hast du Regen? Hast du Sonnenschein? Wie kalt wird es Nachts? Dann die Verpflegung: Riegel, Bananen, Äpfel, Laugenstangen, Schokolade, Gels, und für die Nacht viel Cola und Kaffee. Dazu ein Ersatzrad und viel Beleuchtung. „Ich hatte Sachen wie für eine ganze Woche Urlaub mit”, staunte Berei über die Menge des nötigen Equipments. 6,9 Kilometer lang und 70 Höhenmeter schwer war der Rundkurs in Duisburg, der viel Schotter und wenig Teer zum Ausruhen bot. Berühmt ist die Runde für ihr Flair. Sie führt durch eine zum Park umfunktionierte Industriekulisse, über alte Bahntrassen, entlang Blumenbeeten in stillgelegten Kläranlagen, über alte Stahlroste in zehn Metern Höhe und über alte Halden. 30 Runden und zwölf Stunden fast ohne Stop schaffte Simone Berei bis zum Einbruch der Dunkelheit, wo es Zeit war für die erste von drei größeren Essens- und Ruhepausen. Danach ging es mit Licht und viel Cola durch die Nacht. Den Boden hat man vor lauter Staub kaum gesehen, aber wir kannten ja schon jeden Stein und jede Wurzel”, berichtete die Physiotherapeutin. Gegen Morgen war der Akku leer. Der Lampen-Akku wohlgemerkt, nicht der ihre. Dies sorgte für eine Zwangspause von 4 bis 6 Uhr. Simone Berei: „Da habe ich etwas geschlafen. Ein Kaffee hat danach geholfen - eigentlich hatte ich schon gar keine Lust mehr.” Dennoch ging es weiter: „Zum Ende hin bin ich fast nur noch im Stehen gefahren, konnte nicht mehr sitzen und wusste nicht, welche Glieder ich am meisten spürte. Aber die Super-Stimmung und tausende Zuschauer ließen alles vergessen.”Bis zum Sonntag legt die Attendornerin noch die Beine hoch, denn das nächste Projekt steht vor der Tür. Mit Freunden will sie von Innsbruck zum Gardasee pedalieren - mit 17.000 Höhenmetern auf 500 Kilometern. Dafür nimmt sie sich aber zehn Tage Zeit, und wird dabei sicher auch an Duisburg zurückdenken. Simone Berei: „Interessant ist es schon, was man so schafft, vor allem über Nacht. Aber ich glaube, sowas mache ich nicht noch mal.”Die nächtlich illuminierte Industriekulisse des Landschaftspark Duisburg.
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08.05.2009 - Jeremias erstmals auf U13-Podium
Florian Runte - Freitag, 08. Mai 2009
Görgeshausen. Beim zweiten Lauf des Rheinlandpokals in Görgeshausen bei Montabaur feierte U13-Schülerfahrer Jeremias Born mit seinem ersten Podiumsplatz in dieser Altersklasse einen tollen Erfolg für den TV Attendorn.Nur eine Woche nach dem tollen vierten Platz in Frankfurt reicht es diesmal sogar für Rang zwei. Erst in letzter Minute meldete Trainerin Tanja Hennes, die auch selbst mit Ihrem Team am Start war, Jeremias für das schwere Rennen an. Auf Grund des mit zwei steilen Anstiegen schwierigen Streckenprofils hielt Tanja es für sehr geeignet, Jeremias dort starten zu lassen. Weil Tanja weiß, dass Jeremias ein guter Kletterer, ja ein Bergfloh ist, motiviert sie ihn immer wieder, besonders häufig an Rennen teilzunehmen, die Anstiege beinhalten. Beflügelt vom schönen neuen Trikot hielt er sich genau an ihre Anweisungen und tat es ihr gleich, denn auch Tanja belegte in ihrem Rennen den zweiten Platz.
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21.06.2009 - Zehnter Platz ist aller Ehren wert
Florian Runte - Dienstag, 23. Juni 2009
Parchim. Es war nicht der erträumte große Wurf, aber auch keineswegs eine Enttäuschung. Mit Platz zehn bei der Deutschen Meisterschaft der Radsport-Jugend erfüllte Jessika Eckhardt vom TV Attendorn erneut die in sie gesetzten Erwartungen. „Damit kann man zufrieden sein. Auf diesem Kurs allemal”, ließ Eckhardt gestern während der Rückfahrt aus dem Mecklenburgischen Parchim am Telefon verlauten. Die Bergspezialistin und Deutsche Schülermeisterin von 2007 hatte das Pech, dass der Kurs wie vor Jahresfrist in Unna ein reines Sprinterparadies, in keinster Weise selektiv und damit einer Deutschen Straßen-Meisterschaft kaum angemessen war. Ein Hügel mit etwa 20 Höhenmetern, in hiesigen Gefilden spöttisch gern als „Teerblase” bezeichnet, war der einzige Anstieg auf der drei mal zu absolvierenden und 20 Kilometer langen Runde. Die Folge war ein Favoritensterben sondergleichen. ”Ich habe mit vier anderen Fahrerinnen immer wieder versucht weg zu fahren. Aber irgendwann haben wir gemerkt: Es bringt nichts”, schilderte die Oberelsperin den vergeblichen Versuch, den vorprogrammierten Massensprint doch zu verhindern. Weil die Bedingungen auf dem flachen und weithin einsehbaren Rundkurs nicht einmal durch Wind verschärft wurden, rollte das Feld bei Angriffen sofort wieder zusammen. So war der Sprint des geschlossenen Fahrerfeldes nach knapp 60 Kilometern die logische Konsequenz. Die harten Bandagen und das enge Gedrängel bei Höchstgeschwindigkeit waren jedoch noch nie die Stärke der, verglichen mit den Sprinterinnen, eher zierlichen 15-jährigen. Hinzu kam, dass sie in ungünstiger Position auf die nur 200 Meter lange Zielgerade ging. Für Ergebniskorrekturen war es da zu spät. „Ich war mittendrin eingeschlossen, da war keine Lücke mehr zu finden. Schade, denn ich bin eigentlich in sehr guter Form.”Doch auch den Top-Favoritinnen erging es nicht besser. So rollte Jessika nur wenige Zentimeter hinter Lisa Fischer ein, die bislang bei sämtlichen Rennen von Bedeutung die Nase vorn hatte. Stattdessen sorgte Lisa Küllmer von der SSG Bensberg für eine faustdicke Überraschung. Ausgerechnet bei der Deutschen Meisterschaft gelang ihr der erste Sieg in einem bundesoffenen Radrennen.Die erste Überraschung gab es jedoch schon vor dem ersten Rennen. Weil die Polizei am Freitag die Freigabe der Strecke verweigerte, musste der Kurs kurzfristig geändert werden. So gingen die Nachwuchsfahrer ohne Streckenkenntnis ins Rennen.Positiv bleibt fest zu halten: Zum dritten mal hintereinander platzierte sich Jessika bei der Deutschen Straßenmeisterschaft unter den ersten zehn. Ein Kunststück, dass nicht vielen gelingt. Es bleibt die Hoffnung, dass es bei der Deutschen Meisterschaft auf der Bahn in zwei Wochen noch besser läuft. Auch dort gibt es naturgemäß keine Berge. Auch hier geht es zuweilen ruppig zu. Doch Eckhardt gibt sich kämpferisch: „In der 2000-Meter-Verfolgung und im Punktefahren rechne ich mir was aus.”
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17.05.2009 - Silber für Sandra
Florian Runte - Montag, 25. Mai 2009
Offenburg. Ein toller Erfolg für die Sandra Schulte-Rettler: Mit Silber um den Hals kehrte die Mountainbikerin vom TV Attendorn von der Deutschen Meisterschaft für Sparkassenmitarbeiter in Offenburg (Schwarzwald) heim. Ist das schön , freute sich Sandra. Im letzten Jahr war die in der Zweigstelle Heggen arbeitende Radsportlerin noch sechste geworden und schaffte es nach den Rang sieben in Sundern-Hagen und Platz fünf in Saalhausen erstmals in diesem Jahr aufs Siegertreppchen. Als eine von 2000 Startern, aber als einzige Mitarbeiterin aus dem Sauerland ging Sandra in das 48 Kilometer lange Rennen, das zusammen mit der Worldclass Marathon Challenge stattfand. Das Prädikat schwierig verdiente sich der Marathon vor allem durch den schlammigen Lehmboden und etliche extrem steile Anstiege. 1500 Höhenmeter waren beim Ritt durch die Weinberge insgesamt zu meistern. Mit der Zeit von 3:19,25 Stunden glaubte die 31-jährige zunächst als viertschnellste Frau einen Medaillenrang verpasst zu haben, freute sich aber umso mehr, als man ihr mitteilte, dass sie zweite ihrer Altersklasse war.Begeistert zeigte sich Schulte-Rettler auch vom hohen Interesse, mit dem der Radsport im Schwarzwald verfolgt wird. An der Strecke herrschte Volksfest-Stimmung. Sandra: Hunderte von Zuschauern, die dich mit Vornamen den Berg hochschrien, Kuhglocken, Livebands, alles direkt an der Strecke. Das war schon toll.

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